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Sabrina Brandes berichtet aus Sydney (Australien)

Hallo liebe zukünftigen Au Pairs,

seit gut einer Woche bin ich wieder zurück in Deutschland und vermisse mein Leben mit meiner Gastfamilie in Down Under jetzt schon. Die acht Monate in meiner liebenswerten Gastfamilie in Sydney gingen viel zu schnell vorbei. Im Oktober letzten Jahres bin ich nach Sydney geflogen. Relativ genau einen Monat vor meinem Abflugdatum, hatte ich den ersten Kontakt zu meiner Familie. Ich hatte mich zwar schon kurz vor dem Abi bei IST beworben, doch da die meisten Familien eher spontan nach einem Au pair suchen, war meine Besorgnis, keine Familie zu finden, unbegründet. Da ich zum Zeitpunkt der Bewerbung noch 17 Jahre alt war, sprich noch recht jung, hatte ich befürchtet, dass mich vielleicht keine Familie möchte, da sie ältere und erfahrenere Mädchen bevorzugen. Doch ich hatte Glück, und es gab eine super liebe Familie, die sich nach einem kurzen Skypegspräch, für mich entschied. Es war eine dreiköpfige Familie (Mutter, Vater, Tochter (18 Monate alt)) mit Hund in einem Vorort von Sydney.

Beim Skypen haben sie mir viel von sich erzählt, berichtet, was ich mit der Kleinen machen könnte und mich über meine Freizeitmöglichkeiten bzw. Weg in die Stadt, etc. informiert. Es hat sofort zwischen uns „gefunkt“ und ich wollte die kleine schon durch die Kamera knuddeln.

Nachdem die Flüge gebucht, das Visum beantragt und der internationale Führerschien abgeholt war, ging es los nach Australien. Der Flug ist zwar kein Katzensprung, doch es hat sich definitiv gelohnt! Mein Gastvater hat mich mit der Kleinen vom Airport abgeholt und mich zu Hause erst mal dem vorigen Au Pair vorgestellt. Mein Jetlag war schon recht stark, sodass es wirklich gut war, dass ich eine vier Tage parallel zu dem vorigen Au pair da war. Sie hat mir alles gezeigt, was in der Umgebung war und ich konnte auf eigene Faust die Stadt erkunden, um mit dem public transport etc. warm u werde. So kannte ich mich schon etwas aus, als meine erste Arbeitswoche begann und konnte mich voll auf das Kind konzentrieren. Ich hatte extremes Glück, da meine Kleine sehr pflegeleicht war, mittags meist 2h schlief und ich sie überall mit hin nehmen konnte. Die erste Woche blieb ich meist noch zu Hause bzw. ging nur in den lokalen Park, da ich noch keinen „Anschluss“ hatte.

Als ich von IST die Adressen der anderen Au Pairs in Sydney bekommen habe, was wirklich viele waren, habe ich angefangen mich mit anderen Au Pairs entweder mit unseren Kinder oder auch ohne Kinder in der Freizeit zu treffen. Schnell entwickelten sich gute Freundschaften, die auch noch in Deutschland bestehen blieben. Zu Beginn habe ich mich mit vielen Mädels getroffen, doch ich denke, dass es ganz normal ist, dass man sich nicht mit jedem blendend versteht, sodass man sich nur mit einigen mehrfach traf. Da meine Arbeitszeiten so wie bei den meisten meiner Au Pair Freunde waren (unterhalb der Woche von morgens bis nachmittags und am Wochenende frei), hatte ich meist schon meine Wochenendplanung drei Wochen im Voraus fertig. Ich habe probiert sowohl am WE viel mit Freunden zu machen, als auch meine Gastfamilie beim Wochenendeinkauf zu unterstützen. Ich war zwar nicht verpflichtet mit zum Einkaufen zu fahren, doch da meine Gastfamilie mir so viel ermöglicht hat, sah ich dies als eine gute kleine Gegenleistung. Ich finde, dass wenn man sich in seiner Familie wohlfühlt, nicht lange überlegen sollte auch mal etwas über die Erwartungen hinaus zu machen. Da meine Kleine erst langsam in das Alter kam, im dem Musikkurse, Schwimmkurse, etc, für sie interessant wurden, meine Gasteltern aber sehr beschäftigt waren, habe ich mich im Internet und Bibliotheken informiert und schnell passende Kurse gefunden, die ich mit der Kleinen besuchte.

Ich war überrascht von der Freundlichkeit  der Australier, und habe schnell Anschluss in den lokalen Vereinen gefunden. Wenn man offen auf die Leute zu geht, hat man eigentlich nichts zu verlieren- so meine Devise.

Bevor ich meine Reise angetreten habe, war ich etwas besorgt, keine Freunde zu finden, doch darüber muss man sich wirklich keine Gedanken machen. IST sendet einem ja zum einem mehrere Kontaktadressen zu, und ansonsten findet man auch über Facebook oder einfach mit etwas Mut (Leute auf der Straße ansprechen) schnell Kontakt zu anderen.

Außerdem hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich wirklich mit einer Unterzweijährigen zu Recht komme, da ich mit dieser Altersgruppe eigentlich keine Erfahrung hatte. Doch da mir die Gastmutter alles ein Mal erklärt und ich dem vorigen Au pair über die Schulter gucken konnte, war das kein Problem und ich vermisse meine Kleine jetzt schon.

Obwohl ich am Wochenende eigentlich immer frei hatte, und auch innerhalb meines Aufenthalte insgesamt drei Wochen frei hatte und auf Reisen gehen konnte, sollte man sich bewusst sein, das Au pair ein richtiger Job ist, der auch zeitweise anstrengend sein kann. Je nachdem, wie gut die Kinder erzogen ist bzw. wie man mit den kulturellen Unterschieden klar komm, kann man schon manchmal erschöpft ins Bett fallen. Jedoch gibt es auch so viele schöne Momente mit den Kindern, sodass ich keinem, der Spaß am Umgang mit Kindern hat und belastungsfähig ist, davon abraten würde.

Ich kann immer nur davon berichten, wie es bei mir, weiß jedoch, dass es nicht bei allen Au pairs so aussieht. So kam ich bspw. mit meinem Verdienst sehr gut aus, sodass ich mir einen zwei Wochen NZ Urlaub und eine 20Tage Ostküsten Tour und eine Tour durch den Süden OZs leisten konnte. Ich empfehle sich schon im Voraus mit der Gastfamilie über Taschengeld und vielleicht auch Urlaubsgeld zu unterhalten. Wenn man das im Voraus klärt hat man das „Gesprächsthema Geld“ schon mal abgehakt. Da ich mich eher als große Schwester für die Kleine fühlt und auch so behandelt wurde, war es für mich immer unangenehm meine Gasteltern auf das Geldthema anzusprechen, obwohl es eigentlich keinen Grund dazu gab. Obwohl ich den Au pair Job wirklich mochte, und mich in meiner Gastfamilie pudelwohl gefühlt habe, würde ich jedem, der nach Australien fliegt, ans Herz legen,  mindestens einen Monat seines Visums zum Reisen zu nutzen. Außerdem kann ich nur empfehlen, solange dort zu bleiben, wie es die Zukunftsplanung erlaubt. Zu Hause ist man schnell genug, auch wenn man sich das in den ersten Wochen nicht so vorstellen kann.

Die ersten Wochen sind glaube ich bei allen Au Pairs schwer. Man fragt sich, ob man es wirklich so lange aushält, auch wenn man sich super wohl fühlt in der Familie. Wenn man etwas Heimweh bekommt, was gerade am Anfang, wo alles noch so neu ist, schnell vorkommen kann, ist es manchmal einfacher gesagt sich abzulenken, als es dann wirklich zu tun. Jedoch sollte man mindestens ein bis zwei Monate „aushalten“, wenn man denn ein positives Gefühl mit der Familie hat. Der Moment, ab dem man nicht mehr weg will, kommt schon noch früh genug! Ich war über Weihnachten Down under und kann dazu nur sagen, dass es eine super Erfahrung ist, auch wenn mir meine Familie sehr fehlte. Ein weiterer Moment, bei dem ich Heimweh hatte, war, als meine besten Freunde zurück in die Heimat flogen und ich noch zwei Monate vor mir hatte. Doch man lernt schnell Leute kennen und wenn man ein gutes Verhältnis zu seinen Gasteltern hat, kann man auch mal gut ein WE mit denen verbringen. Zu meinem Glück, waren meine Gasteltern, sehr offen und haben mich zu allen Geburtstagen, Ausflügen, etc. mitgenommen, sodass ich viel von Land und Leuten gesehen habe. Jetzt wo ich erst eine Woche wieder zu Hause bin, vermisse ich die Zeit in Sydney schon sehr, und überlege mein Studium dort zu beginnen. Man kann also sagen, dass es bei mir ein voller Erfolg war! Auch bei all meinen Au pair Freunden, ist dies der Fall. Es gibt zwar Höhen und Tiefen, doch bei uns allen waren die Höhepunkte und Highlights bestimmend, sodass ich gerne an meine Au Pair Zeit zurück denke. Außerdem hatte man immer die „Absicherung“, dass es IST bzw. die australische Partneragentur gab, die einem bei Problemen geholfen hätten. Glücklicherweise musste ich diese Hilfe nicht beanspruchen, doch eine meiner Freunde, wollte ihre Familie wechseln und wurde erfolgreich beim Wechseln von der australischen Partneragentur unterstützt. Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Gastfamilie in Kontakt bleibe und sie vielleicht sogar nochmals besuchen kann. Sie haben mir wundervolle acht Monate ermöglicht für die ich ihnen sehr dankbar bin. 

Wer also mit dem Gedanken spielt Au pair im Ausland zu machen, sollte nicht lange grübeln, sondern schnell die Bewerbung ausfüllen und in den Flieger springen- es lohnt sich! 

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