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Jasmin Janson berichtet aus Gold Coast (Australien)

Hey an alle Interessierten, 

Mein Name ist Jasmin, komme aus Süddeutschland und habe mit 20 Jahren meine große Reise ins Down Under angetreten. Beim Finden meiner Gastfamilie hatte ich dank IST keine Probleme und ich fühlte mich bei meiner Gastfamilie gleich in guten Händen, was für mich sehr wichtig war. 

Natürlich war ich wie jeder andere sehr aufgeregt und meine Reise nach Australien war alles andere als einfach. Es ging so ziemlich alles schief, was nur schief gehen kann. Zuerst wurde ich kurzfristig auf einen früheren Flug umgebucht, was bedeutet hat, dass ich nur knappe 2 Minuten Zeit hatte um mich von meiner Familie zu verabschieden, als nächstes bekam ich Kopfweh und fühlte mich den ganzen Hinflug gesundheitlich echt schlecht. Wie wenn das noch nicht genug gewesen wäre, stand ich dann in Brisbane am Gepäckband. Nach langem warten und zittern gestand ich mir dann ein, dass mein Koffer wohl nicht dabei ist und ich machte mich auf den Weg zu den lieben Mitarbeitern, was natürlich eine erste große Hürde im fremden Land am anderen Ende der Welt war.

Nach langen Erklären und Beschreiben wie mein Koffer aussah und wie es womöglich dazu kommen konnte, lief ich mit starkem Kopfweh, einer einzigen Handtasche, sowie mit meiner IST Mappe durch den Zoll. Ich wusste nicht wie mir geschah, für Tränen war keine Zeit, denn ab nun hieß es stark sein und kämpfen und zwar „alleine“.

Wie durch ein Zufall hatte ich nach diesem ganzen Tam Tam doch noch Glück im Unglück. Ich verhimmelte meine IST- Mappe, sowie meine Verspätung. Denn dadurch verpasste ich meinen Con-X- ion Driver, welcher mich zu meiner Gastfamilie fahren sollte und lernte dadurch ein anderes Aupair kennen, welche zufälligerweise noch auf ihre Gastfamilie wartete. Denn wie wir nun gelernt haben, geht bei den meisten Australiern die Uhr etwas langsamer. So etwas wie Pünktlichkeit gibt es nämlich nur ganz selten.

Also tauschten wir ganz schnell unsere Namen aus und das war’s dann auch schon. Nun war ich erleichtert. Ich hatte ein Aupair getroffen und ich wusste, dass ich sie auf jeden Fall wieder kontaktieren kann, sobald ich die Aupair Liste mit allen Telefonnummern bekommen werde. Was ich auch tat und wir verbrachten „Tag und Nacht“ zusammen. Unsere Arbeitszeiten haben sich überschnitten, sodass wir wirklich die gesamte Zeit miteinander verbringen konnten und uns über alle Neuigkeiten und Erfahrungen austauschen konnten.

 

Ab nun begann dann ein neuer Abschnitt. Ich wusste ich kann nichts an Allem ändern. Weder noch an meinem vermissten Gepäck, noch dass ich mein Driver verpasste und schon gar nicht, dass ich ganz schnell wieder nach Hause wollte.

Ich musste mich mit der neuen Situation anfreunden und das tat ich dann auch. Den freundlichen Mitarbeitern am Brisbane Airport fiel meine Hilflosigkeit sofort auf. Ich fand gleich sämtliche Ansprechpartner unter der ganzen Menschenmasse und ich begann, mich auf meine Gastfamilie zu freuen. Die Fahrt zur Gold Coast, zu meiner neuen Heimat für die nächsten 6 Monate, war mehr als aufregend.

Meine ersten Eindrücke waren nicht besonders. Ich war hier eben nicht im Urlaub mit bekannten, nein ich war nun in einem Land, am anderen Ende der Welt, ganz alleine und das sollte nun meine neue Heimat sein.

Doch ich wusste mich kann nun nichts mehr aus der Bahn werfen und es kann nur besser werden. Und so war es auch. Ohne Gepäck begrüßte ich meinen neuen Gastvater, der als einziger zu Hause war. Es war ein komisches Gefühl nun in dem Haus zu stehen, gegenüber von einem wildfremden Mann was ich zuvor alles nur auf Bildern gesehen habe. Gleich bekam ich eine Hausführung, anschließend lernte ich den Rest der Familie kennen und wir gingen zum Lunch aus.

Die Beziehung von mir zu den Gasteltern war von Anfang an super. Wir hatten viele Gesprächsthemen und ich fühlte mich einfach sehr wohl. Für mich begann nun ein halbes Jahr das Leben unter super Reichen. Ein Leben wie man es nur von Filmen kennt.

Ich war total müde, doch gleich in der ersten Woche haben wir soviel gemeinsam unternommen, dass für Heimweh keine Zeit war. Wir gingen ins Gold Class Kino, wir unternahmen mit dem Helikopter einen Ausflug an die Sunshine Coast, wobei ich gleich die ganze Region von oben betrachten konnte, und wir verbrachten einige Pläuderstündchen bei Kinoabenden im eigenen Haus. 

Auch meine ersten Arbeitstage waren super gut. Natürlich war es am Anfang ziemlich viel, alles schien mir öfters über den Kopf zu wachsen. Die Kinder mussten sich erst an mich gewöhnen und mich kennen lernen, sowie auch ich die Familie, das Haus, die Umgebung, die Tagesabläufe, sowie die Lebenskultur kennen lernen musste. Und trotzdem fühlte ich mich nie alleine, ich wurde immer unterstützt, begleitet und bekam die Hilfe die ich benötigt habe. Meine Gasteltern waren stets bemüht um mich und wollten von Anfang an, dass meine Zeit in einem fremden Land, weit weg von zu Hause, eine der schönsten meines Lebens wird und das wurde sie auch. 

Die sechs Monate vergingen wie im Flug, Tag ein Tag aus gab es neue Dinge über die wir gemeinsam gelacht und geweint haben. Unser Verhältnis zueinander wurde enger und enger, sodass schnell aus einem Arbeitsverhältnis ein freundschaftliches Verhältnis entstand. Wir konnten über alles offen reden, es gab nie etwas, das unbesprochen blieb, ich fühlte mich einfach wie ein Familienmitglied, ich fühlte mich einfach wohl und zu Hause.

Sogar meine Freunde waren immer herzlichst willkommen und auch an Weihnachten, dem Fest der Liebe bei dem man sich alle Lieben, seine ganze Familie und seinen Freund zu sich wünscht, sich in Deutschland gerne in der warmen Stube bei Minusgraden zusammenkuschelt und Plätzchen nascht, wurde ich dieses Jahr ohne Zweifel Teil einer anderen Familie. Ich feierte Weihnachten im Hochsommer bei über 30 Grad, wir hatten alle Sommerkleidchen an und tranken die kältesten Getränke, gegensätzlicher hätte es nicht sein können und es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Nicht nur dies war eine Erfahrung wert, genauso auch das lernen einen anderen Sprache, das kennenlernen von anderen Kulturen, von anderen Esskulturen, von anderen Tagesabläufen und einem ganz anderen Land. Während meines Aufenthaltes hatte ich die Möglichkeit, mit meinen Freunden Australien zu entdecken. Ich unternahm Trips an die beliebtesten Reiseziele Australiens und feierte mit vielen anderen Menschen aus allen Ländern Silvester in dem Land, welches zuerst Silvester feiert und dann auch noch in Sydney. Ein Ereignis, welches ich in meinem Leben nie mehr vergessen werde. Auch der gemeinsame Urlaub mit meiner Gastfamilie auf Fiji, war mehr als sehenswert. 

Nun hört sich alles so gut an und trotzdem sollte jeder wissen, dass es nicht immer nur die guten Seiten gibt. Jedes neue Erlebnis, oder besser „Abenteuer“ bringt auch seine negativen Seiten mit sich und die gab es natürlich auch bei mir und dann heißt es einfach zu kämpfen. Zu kämpfen um sein Recht und sein Wohlbefinden, denn kämpft man nicht, so hat man längst schon verloren. 

Nun sind zwei Monate vergangen, ich bin immer noch in Australien und kann nur sagen, dass diese Zeit für mich mehr als beeindruckend und prägend war. Ich kann es nur weiterempfehlen, denn steht man dann wirklich am Ende des Aufenthaltes, sieht man die Kinder mit tausend Fragezeichen im Kopf, die einem gerade beim Packen zu schauen und die Welt nicht verstehen können was gerade vor sich geht, sieht man die Gasteltern bei der Verabschiedung mit Augenränder und Tränen gegenüberstehen dann kann man einfach nur stolz auf sich sein. Stolz auf alle „persönlichen“ Erfahrungen die man machen durfte und stolz auf all die Erfahrungen die einen persönlich um einiges Reifer gemacht haben, als man zuvor war. Wenn man weiß, dass man Spuren hinterlassen hat und eine Zeit hinter sich lässt die einen um sehr viel reicher gemacht hat, dann spätestens weiß man, dass diese Zeit für immer Unvergesslich und erfolgreich für „einen selbst“ sein wird. 

Probiert es einfach aus und auch ihr werdet sehen, um wie viele Erfahrungen ihr reicher sein werdet und um wieviel ihr gewachsen seid. 

Jasmin Janson

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