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Michelle Winkler berichtet aus Brisbane (Australien)

Nach meinem Abitur 2008 fing ich erst mal an zu studieren. Ich wollte schon immer Lehrerin mit den Fächern Englisch, Musik und Sport werden. Mein Schulenglisch war ganz gut und so klappten auch die ersten Semester in Englisch ohne Probleme. Dennoch merkte ich sehr schnell, dass ich eine der wenigen war, die nicht über eine längere Zeit im Ausland waren – ich war bis dahin immer mal nur zwei Wochen in meinen Sommerferien in England gewesen. Als ich mich entschied, wirklich Englisch auf Lehramt zu studieren war mir aber klar, dass dafür ein längerer Auslandsaufenthalt sehr viele Vorteile bringen würde. Viele Studenten berichteten von ihrer Au Pair Zeit und so beschloss ich, mich mal zu erkundigen, denn mich mit Kindern zu beschäftigen und die Möglichkeit zu reisen, eine andere Kultur kennen zu lernen und Teil einer neuen Familie zu sein war eine tolle Vorstellung.

Zuerst wollte ich nach England. England kannte ich schon ein bisschen und war schon immer ein tolles Land für mich. Aber schon kurz später entschloss ich mich für Australien. Australien ist ein Land, das man nicht mal schnell am Wochenende bereisen kann und was mich schon immer faszinierte. Vielleicht werde ich dort nie mehr in meinem Leben hin kommen. Die Vorstellung, für 6 Monate so weit von meiner Familie und meinen Freunden entfernt zu sein, war ehrlich gesagt anfangs sehr beängstigend. In Australien wird mich nämlich keiner besuchen kommen ?. Letztendlich habe ich dann aber meine Bewerbungsunterlagen bei IST eingereicht und kurz später hatte ich dann auch schon Kontakt zu meiner Familie. Sie war mir von Anfang an total sympathisch und die IST-Agentur hat mich immer wieder nach meiner Meinung zur Familie gefragt. Nach vielen E-Mails, Telefonaten und Bilder-Austausch über Facebook habe ich mich dann mit einem guten Gefühl für meine Gastfamilie in Brisbane entschieden.

Meine Familie hätte nie gedacht, dass ich wirklich gehen würde, aber im August verabschiedete ich mich schließlich unter Tränen von ihnen und meinen Freunden für die nächsten sechs Monate. Als ich im Flugzeug saß rechnete ich schon den frühst möglichen Abreisetermin aus und überlegte vielleicht schon nach ein paar Wochen wieder heim zu fliegen. Aber nach einer tollen und herzlichen Ankunft in Australien war das eigentlich sofort wieder vergessen. Die Kinder und die Eltern empfingen mich sehr lieb. Die Kids Isabel (4), Grace (1 ½) und Alexander (3 Wochen) schloss ich sofort ins Herz. Meine Gastmutter war eigentlich immer zu Hause, gerade wegen Alexander, und mein Gastvater war oft im Ausland. Deswegen kümmerte ich mich vor allem um Grace und Isabel. An manchen Tagen brachte ich Isabel in den Kindergarten oder spielte mit ihnen. Wir gingen auf den Spielplatz, gingen spazieren, malten, machten Ausflüge, gingen in den Schwimmunterricht und gingen sogar zusammen shoppen ?. Es war unglaublich die Entwicklung von kleinen Kindern so nah mitverfolgen zu können und sie wuchsen mir immer mehr ans Herz.

Meine Familie machte auch tolle Ausflüge mit mir: ein Highlight waren die Besuche von einer befreundeten Familie an der Gold Coast. Sie wohnten, genau wie wir, in einer tollen Villa, direkt am Wasser und mit einer Privatyacht. Wir feierten dort einen Kindergeburtstag, fuhren Kajak und spielten mit den Kindern. Es war total toll, denn auch diese Familie hatte ein deutsches Au Pair, was auch mich mal in Brisbane besuchte. Als mich die Familie für ein Wochenende zu sich nach Hause einlud war ich natürlich total begeistert. Samstags relaxte ich mit Melanie, dem deutschen Au Pair, und noch ein paar anderen Au Pairs an deren privaten Pool, wir fuhren wieder Kajak und gingen shoppen. Das absolute Highlight war unser Ausflug mit deren Privatyacht am Sonntag. Ich fuhr mit der ganzen Familie einen kompletten Tag mit dem Boot zu verschiedenen Inseln und zu Surfers Paradise und wir hatten super viel Spaß. Wir stoppten an unglaublichen Sandstränden, sonnten uns, sahen Delfine und machten atemberaubende Fotos. Mein persönliches Highlight war wahrscheinlich die erste Jet-Ski-Tour in meinem Leben! Ich wollte das schon immer mal machen und nutzte meine Gelegenheit auf einer Insel. Wir sonnten uns gerade und vor der Insel fuhren geschätzte hunderte Leute auf ihren Jet-Skis an uns vorbei. Locker und sehr gastfreundlich wie die Australier sind, konnten sie auch nicht meine Frage ablehnen, ob ich mal mitfahren durfte. Es war so toll. Aber das spiegelt genau die Einstellung und die Lebensweise der Australier wider: locker, gastfreundlich, hilfsbereit, spontan…

 

Außerdem hatte ich, vor allem an den Wochenenden, genug Zeit Brisbane und die Gold Coast zu erkunden, sowie weitere Ausflüge, wie zum Beispiel zur Great Ocean Road, Melbourne, Geelong, Sydney und zum Mount Buller zu machen. Es war einfach eine unwahrscheinlich tolle und lehrreiche Zeit.

Als ich vorher in Erfahrungsberichten gelesen habe, dass manche Au Pairs mit ihren Familien nach Fiji in den Ferien geflogen sind, habe ich insgeheim ja auch auf solch einen tollen Urlaub gehofft. Eigentlich hätte ich aber in Wirklichkeit nie damit gerechnet. Dann aber informierten mich meine Gasteltern darüber, dass mein Gastvater von Anfang November bis Januar nach Amerika muss und meine Gastmutter (sie ist Südafrikanerin) nicht ganz alleine sein will. Sie würde gerne für diese Zeit zu ihrer Familie nach Kapstadt (Südafrika) in den Urlaub fliegen und sie wollten mich fragen, ob ich gerne mit will. Ohne groß zu zögern sagte ich natürlich ja! Wer hätte gedacht, dass ich noch einen weiteren Kontinent sehen würde? Da die Familie auch in Südafrika noch ein neu gebautes Haus hatte, konnten wir dort gut wohnen und hatten eine tolle Zeit. Afrika war unglaublich: Meine Gastfamilie zeigte mir Kapstadt, Hermanus und vieles mehr. Sogar meine Mutter besuchte mich mal für eine Woche und wir machten eine Safari. Etwas seltsam war zunächst Weihnachten und die ganzen Weihnachtsvorbereitungen bei täglich mehr als 30 Grad, Kinder-Weihnachtspartys im Hochsommer und die andere Kultur, aber ich lernte unglaublich viel!!! Schlimm war natürlich die Verabschiedung. Es flossen viele Tränen, denn ich habe die Familie sehr ins Herz geschlossen, aber ich hoffe sehr, dass wir uns noch mal wieder sehen werden!

Eigentlich konnte ich, wie schon erwähnt, Englisch immer gut in der Schule und in der Uni, vor allem beim Schreiben. Gerade aber wegen des freien Redens entschied ich mich für einen Auslandsaufenthalt und ich hätte nie gedacht, dass man eigentlich unbewusst und nebenher so gut eine Sprache lernen kann. Ich lernte jeden Tag neue Vokabeln, vor allem alltägliche Begriffe und bekam auf spielerische Art und Weise auch viele umgangssprachliche Redewendungen mit.

Mein erstes großes Heimweh kam nach sieben Wochen, vorher hatte ich gar keine Zeit dazu, denn es passierte einfach zu viel Neues (normalerweise bekomme ich schon Heimweh nach einer Woche weg von meiner Familie und Freunden). Aber auch das ging vorbei, denn ich konnte jederzeit über Skype kommunizieren, E-Mails schreiben usw…

Wieder zurück in Deutschland wurde mir erst mal bewusst, wie schnell die Zeit vergangen ist und, obwohl ich mich auch wieder auf zu Hause freute, habe ich doch immer noch sehr, sehr Fernweh nach Australien und Afrika und zu meiner Gastfamilie. Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich zu überwinden und nach Australien zu gehen. Auch meine Geschwister sind schon Feuer und Flamme und können es kaum erwarten, auch als Au Pair nach Australien zu gehen. Es ist ein wunderbares Land mit beeindruckenden Leuten und einer unglaublichen Kultur!!! Diese Zeit werde ich nie vergessen! Vielen Dank auch noch mal an IST, denn sie haben mich immer gut während meiner Zeit unterstützt und sich immer erkundigt, wie es mir ergeht. Danke!

Michelle Winkler

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