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Sarah Degel berichtet aus Melbourne (Australien)

Sarah Degel - 20 Jahre - 8 Monate in Melbourne (Australien) 

Im Juli bin ich nach dem Abitur als Au pair nach Australien gereist, um eine Pause zwischen der Schule und dem Studium zu schaffen, um besser Englisch zu lernen, ein neues Land zu bereisen und ein bisschen Freiheit und Eigenständigkeit zu gewinnen.

Nun bin ich nach acht Monaten Australien wieder in Deutschland und muss sagen, es hat sich ausgezahlt und nach meinen Erfahrungen kann ich dieses Erlebnis jedem empfehlen.

Wenn Ihr also wissen wollt, was mich so begeistert hat und warum ich glaube, dass ein Au pair Aufenthalt mehr bringt als Stress und Heimweh, dann lest diesen Bericht :-) : 

1. Die Familie

Ich hatte eine sehr nette britische Gastfamilie mit zwei adoptierten chinesischen Kindern (8 und 3 Jahre alt). Die Familie hat mich super lieb aufgenommen, mir ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt und mir das Gefühl gegeben ein Familienmitglied mit allen Rechten und Pflichten zu sein. So habe ich auch wahlweise mit Ihnen Urlaube verbracht und Weihnachten gefeiert. Ich habe also eine richtige Zweitfamilie bekommen.

2. Die Kinder

Mit Kindern zu arbeiten ist anstrengend. Klar! Aber es zahlt sich aus, denn ich hatte so viel Spaß mit den Kindern und ich habe die Zwei echt in mein Herz geschlossen. Die Größere war erst etwas schüchtern, aber das verflog schnell. Speziell in Melbourne hatte ich so viele Möglichkeiten tolle Sachen mit den Kindern zu unternehmen, da wurde es nie langweilig! Somit komme ich auch schon zu meinem dritten Punkt. 

3. Die Stadt - Melbourne

Melbourne ist eine riesige Metropole und nicht umsonst die Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt. Das Freizeitangebot ist schier unerschöpflich und sollte man mal genug von der Kultur haben, macht man einen Strandspaziergang oder fährt mit dem sehr gut ausgebauten Zugnetz in andere Vororte und Regionen. In Melbourne gibt es unendlich viele Festivals, Märkte und Sportveranstaltungen über das ganze Jahr verteilt.  Zweimal war ich beim „Footy“ (Football Australien Rules). Das ist total super.

Vor allem in punkto Wassersport kommt man hier voll auf seine Kosten. Ich habe mit einer Freundin im September einen Wochenend-Surfkurs belegt und bin total auf den Geschmack gekommen. So sind wir über den Sommer oft nach Torquay (Stadt etwa 2 h von Melbourne entfernt und mit dem Zug gut erreichbar) gefahren und haben gesurft. Melbourne bietet viele Tages- und Wochenendziele. Viele davon habe ich mit einer Freundin erkundet. Ich liste mal ein paar auf, ohne näher darauf einzugehen: Phillip Island (Ferieninsel), Ballarat Wildlife Park (Tierpark mit allen typisch australischen Tieren und frei lebenden Kängurus), Brighton Beach (bekanntester Strand mit legendären, bemalten Strandhäusern), St. Kilda (Küstenort mit schönem Sonntagsmarkt ganz in der Nähe von Melbourne). 

4. Reisemöglichkeiten

Australien ist ein klares Reiseland. Deshalb trifft man ganz viele Urlauber (sehr viele Deutsche!) und junge Leute, die Work & Travel machen. Durch eine Billigflugairline und ein gutes Angebot an Wohnmobilen und Campern kann man auf eigene Faust oder zusammen mit Anderen das Land bereisen. Meine Eltern und mein Bruder sind zum Beispiel für etwa 3 Wochen nach Australien gekommen und wir fuhren mit einem Wohnmobil über Canberra und den höchsten Berg Australiens nach Sydney und sind von dort wieder nach Melbourne geflogen. Silvester bin ich dann mit zwei anderen deutschen Au pairs nach Sydney zum legendären Feuerwerk zurückgekehrt und es ist einfach unglaublich gewesen. Sehr lohnenswert! 

5. Heimweh/Freunde finden

Heimweh kommt über so eine längere Zeit natürlich immer mal wieder auf, das war bei mir auch so, aber ich habe mich dann abgelenkt und bin mit Freunden weg gewesen oder habe etwas Schönes mit den Kindern unternommen. Kontakte habe ich ziemlich schnell geknüpft, natürlich hauptsächlich erstmal mit Müttern. Aber nach und nach habe ich dann andere Au pairs kennen gelernt. Mit einem kanadischen und einem anderen deutschen Au pair verstand ich mich richtig gut und wir haben viel zusammen unternommen. Über das Internet habe ich auch herausgefunden, dass eine deutsche Kirche in Melbourne regelmäßig Au pair -Treffen anbietet. Ich war drei Mal da und das war immer sehr lustig! Also wenn man ein bisschen selbst die Initiative ergreift, dann lassen sich Kontakte herstellen. 

6. Andere Kultur/andere Sprache

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Australier im Allgemeinen super freundliche und hilfsbereite Menschen sind, dass ist so extrem ausgeprägt und verbreitet, dass es schon richtig auffällt. In eine andere Kultur, mit anderem Essen, anderem Lebensstil und anderen Wertevorstellungen reinzuschnuppern fand ich eine tolle Erfahrung. Die Familie hat sich aber auch immer über deutsche Traditionen gefreut. So gab es zu Weihnachten Würstchen mit Kartoffelsalat und „Nikolaus“ haben die Kinder auch zum ersten Mal miterlebt. Mein Englisch hat sich in der Zeit radikal verbessert. Durch den ständigen Kontakt mit der Familie und den Kindern lernte ich neue Vokabeln wie im Schlaf. 

7. Meine Aufgaben/Tagesablauf

Um meine Aufgaben darzustellen, schildere ich mal einen typischen Tag: Ich stand morgens um 7 Uhr auf und habe die Kinder geweckt, der Kleinen beim Anziehen geholfen und mit den Kindern gefrühstückt. Daraufhin habe ich die Beiden fertig gemacht und mit dem Auto die Ältere zur Schule gebracht. Danach verbrachte ich den Vormittag mit der Kleineren. Wir waren oft am Strand, auf dem Spielplatz, in einem Spielhaus, haben Kuchen gebacken, sind schwimmen gefahren, einkaufen gewesen oder haben  im Garten bzw. im Haus gespielt. Nach dem „Lunch“ kam die Kleine für 1 ½ h ins Bett. In der Zeit habe ich Wäsche sortiert, den Tisch abgeräumt, vielleicht gestaubsaugt und einfach ein wenig Pause gemacht. Dann hieß es die Kleine wecken, anziehen und mit ihr die Ältere von der Schule abholen. Manchmal sind wir anschließend noch zum Strand oder zum Spielplatz gefahren, haben dort was gegessen und sind anschließend nach Hause, wo ich bei den Hausaufgaben half. Dann haben die Kinder im Garten gespielt oder gemalt. Daraufhin wurde gegessen. Die Mutter kam um 18.20 Uhr von der Arbeit und hat die Kinder ins Bett gebracht. Sie arbeitet 3 Mal pro Woche in der Uni. Dies waren meine Arbeitstage.

Auch wenn dieser Tagesrhythmus, vielleicht etwas statisch und auf Dauer langweilig klingt, so ist es nicht, denn es gibt immer etwas anderes, was ansteht und für mich war es Freude und keine Pflicht. 

Abschließend kann ich sagen, dass mich die Zeit in Australien sehr positiv geprägt hat und dass ich die vielen neuen Erfahrungen für mein zukünftiges Leben nicht missen möchte. Für mich war es also genau die richtige Entscheidung. Und wie sieht es bei Dir aus? 

Alles Liebe,

Sarah 

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