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Franziska Meißner berichtet aus Perth (Australien)

Bevor ich nach Australien gegangen bin, hatte ich folgende Erwartungen: Einen wunderbaren Aufenthalt zu haben, der vielleicht ab und an nicht ganz einfach wird (ich habe Heimweh erwartet), aber letztlich eine sehr gute Erfahrung auf allen Ebenen wird. Angst hatte ich, dass ich mich mit der Gastfamilie nicht verstehe oder mein Zuhause zu sehr vermisse.

Als ich dann ankam, traf es mich zuerst wie einen Schlag: Ich war wirklich für 6 Monate von zuhause weg, und es gab auch kein zurück! Die erste Nacht (um 2 hat mir mein Gastvater die Tür aufgemacht) war also nicht gerade die beste und gekennzeichnet von Handy auf Handy(!)-Telefonaten mit meinem besten Freund, der versucht hat, mir gut zuzureden, das ich nur abwarten soll und alles schon ganz gut werden wird. Am nächsten Tag hatte ich auch noch Heimweh, aber dann hat sich das positiverweise sehr schnell gelegt - Ich war ja auch wirklich beschäftigt mit drei kleinen Kindern. Die waren nicht immer einfach, vor allem der Fünfjährige. Er tut sich wohl mit jedem neuen Au Pair schwer und hat mir am Anfang wirklich das Leben schwer gemacht. Ablehnende Worte und Handlungen von seiner Seite waren in den ersten Wochen angesagt. Meine Gasteltern haben sich aber immer sehr bemüht, das einzudämmen. Und letztlich waren alle drei wirklich liebenswerte Kinder, an die ich heute, drei Monate nach meinem Au Pair-Aufenthalt, oft denke und sie oft mehr vermisse, als ich manchmal gedacht hätte.

Irgendwann kamen die Kinder und ich dann aber den größten Teil der Zeit sehr gut miteinander klar und was blieb, war die harte Arbeit - den großen Teil des Tages mit drei kleinen Kindern und einem großen Haushalt allein zu sein, ist eben kein Zuckerschlecken. Aber bekanntlich gewöhnt man sich an alles, und ich habe eben die Zeiten, an denen ich frei hatte, genutzt und möglichst was mit anderen Au Pairs gemacht, oder bin, wenn die keine Zeit hatten, allein los und hab mich an den wunderschönen Strand gelegt, der fünf Minuten Fußmarsch entfernt von unserem Haus war. Und keine Angst: Nicht allen meinen Au Pair-Freundinnen ging es so wie mir, im Durchschnitt hatten die sehr viel mehr Freizeit als ich! Wer sicher gehen will, dass sein Dasein in Australien auch aus ausreichend viel Freizeit besteht, sollte meiner Meinung nach einfach bei den Work Options die 20 Stunden wählen.

Natürlich habe ich viel erlebt - viel Positives, aber auch Negatives. Viel Arbeit strengt an, und Schicksalsschläge in der Familie waren auch nicht einfach zu verkraften, weil es natürlich insgesamt die Stimmung gedrückt hat. Trotzdem hat gerade diese Erfahrung mich sehr viel stärker, reifer und selbstständiger gemacht. Es ist einfach eine unglaubliche Erfahrung, für mehrere Monate komplett allein am anderen Ende der Welt zu sein und sich dort selbst um alles zu kümmern! Man ist selbst für alles verantwortlich - aber dass man das schafft, gibt einem Selbstbewusstsein.

Ich kann jedem raten, als Au Pair ins Ausland zu gehen, denn man profitiert auf vielen Ebenen: Man entwickelt sich in seiner Persönlichkeit weiter, aber auch das Englisch wird natürlich sehr viel besser. Und man hat Erfahrungen, die einem niemand wegnehmen kann. Das Land und die Familie wird zu einem zweiten Zuhause, das man so schnell nicht vergisst. Ich bin froh, dass ich mich trotz vielen Zweifeln im Vorfeld dafür entschieden habe, ins Ausland zu gehen, und kann nur jedem sagen: Es ist eine Erfahrung für's Leben.

Franziska Meißner

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