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Kathrin Wirbel berichtet aus Perth (Australien)

Mir war mehr als mulmig, als ich zum ersten Mal an der Tür meiner australischen Gastfamilie anklopfte, denn ich wusste natürlich noch nicht, wie meine Gastfamilie sein würde. Würden sie sehr streng sein? Würde ich den Job gut erfüllen? Würden sie zufrieden mit mir sein? Und werden die Kinder mich akzeptieren?
Das alles waren noch Fragen. Fragen, auf die ich sehr bald einige Antworten erhalten würde.

Ich muss zugeben, dass ich fürchterliche Angst hatte, als mein Gastvater mir die Tür öffnete. Er war ein wenig wortkarg und wirkte ziemlich streng. Doch mein erster Eindruck täuschte.
Am nächsten Tag sollte ich alle Mitglieder meiner Gastfamilie kennenlernen. Und sie machten es mir alle sehr leicht, sie direkt ins Herz zu schließen. Meine Gasteltern konnten gegensätzlicher nicht sein: Meine Gastmutter war voller Elan und Tatendrang und konnte selten stillsitzen. Mein Gastvater hingegen war ein ruhiger, gelassener Typ, der sich gerne auch mal einen ganzen Tag vor dem Barbecue aufhalten konnte- eben so, wie es bei typischen Australiern häufig der Fall ist. Vor allem die beiden Mädchen waren zuckersüß und behandelten mich direkt wie eine Schwester.

Anfangs hatte ich auch Angst vor dem Job, den ich erfüllen sollte. Mir war unklar, ob ich alles richtig machen würde. Aber nach einigen Tagen der Eingewöhnung war auch das zu schaffen.
Natürlich gab es viel zu tun: Die Mädchen zur Schule bringen, den Haushalt führen, gegebenenfalls kochen, zwischendrin die Mädchen wieder von der Schule abholen, bei den Hausaufgaben helfen, mit den Mädchen spielen, dann das Abendessen vorbereiten, und möglicherweise abends auf die Kinder aufpassen.
Obwohl es auch sehr anstrengend werden konnte, und ich manchmal abends wie ein Stein ins Bett fiel, habe ich meinen Job geliebt.

Ich war seit jeher gern mit Kindern zusammen  und dieser Job hat mir ermöglicht, auch mit Kindern zu arbeiten.
Natürlich gab es am Anfang auch mal Unstimmigkeiten zwischen den Mädchen und mir, denn gerade am Anfang kann es vorkommen, dass Kinder versuchen ihre Grenzen im Umgang mit einer fremden Person auszutesten. Dann gab es auch mal Tränen und Trotzphasen, aber im Allgemeinen überwiegen doch die schönen Momente: Die gemiensamen Besuche auf dem Spielplatz oder am Strand, oder aber die Frisierversuche der beiden Mädchen an mir, die oft auch mal weniger schön für mich ausgingen (-bedenke man die verhakte Rundbürste in meinen Haaren, die fast mit einem Friseurbesuch geendet hätte).

Aber nicht nur meine Gastfamile hat es mir angetan, sondern auch das Land an sich. So gerne ich auch versuche, meinen Freunden und meiner Famile von Australien zu berichten, so schwer fällt es mir auch. Denn die Schönheit und Vielfältigkeit dieses Landes lässt sich nicht in einfache, schnöde Worte fassen. Ich selbst war immer von diesem Land fasziniert und habe viel darüber gelesen. Heute muss ich zugeben, dass ich alle diese Bücher verachte, weil sie nicht ansatzweise die Seele dieses Landes erfassen können. Um den Geist Australiens zu fassen, muss man dort gewesen, und vom Charme dieses Ortes gekostet haben -es also mit allen Sinnen erleben.Ich bin nun seit einigen Monaten wieder zu Hause in Deutschland. Ich vermisse meine Gastfamilie sehr. Sie haben einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Ich bin gerührt, wenn ich höre, dass meine süßen Mädchen traurig sind, dass ich nicht mehr bei ihnen bin. Wir versuchen bestmöglich den Kontakt aufrecht zu erhalten und uns nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich bereue meinen Aufenthalt in Australien keinesfalls. Er gab mir die Möglichkeit, in eine fremde Welt einzutauchen, außerdem zu lernen, wie viel Arbeit aber auch Freude es bringen kann,eine Familie zu "managen" und last but not least selbstständig zu werden.

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