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Nora Spannaus berichtet aus Ascot (England)

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, heute, an diesem trüben Tag werde ich (ohne wirklich darauf vorbereitet zu sein), aus meiner kleinen Welt herausgerissen und in eine Neue geschickt.

Der Abschied ist furchtbar, alle Menschen die man liebt und die man braucht hinter sich zu lassen und allein durch die Schranken zu gehen. Nie werde ich dieses Gefühl vergessen. Es ist, als zerreißt es einen innerlich, man möchte zurückrennen, nach Hause gehen. Und dann im Flugzeug tausendmal dieselbe Frage: Warum um Gotteswillen bin ich nur auf die blöde Idee gekommen freiwillig ein Jahr als AuPair nach England zu gehen. Ich könnte studieren, wie alle anderen auch, aber warum England?

Diese Frage bleibt dann auch wie eine Leuchtreklame für den restlichen Tag in meinem Kopf!

Alles ist neu, ungewohnt. Alle sind nett, freundlich und lächeln dir zu - wie einem Kleinkind! Ich werde meiner neuen "Familie" vorgestellt, sehe mein neues Zimmer und weiß, dass das der Ort ist, an dem ich die nächsten zehn Monate verbringen werde, mit genau diesen Leuten, die mir so vollkommen fremd sind. Die Nacht nimmt kein Ende!! In den nächsten Tagen spielen sich dann immer wieder die gleichen Szenen und Bilder ab. Ich bin allein, verstehe kein Wort, will zurück nach Hause und wünsche mir, dass ich diesen ganzen Unsinn nie gemacht hätte.

Aber dann beginnt sich etwas zu ändern. Langsam und ohne dass ich es richtig wahrgenommen habe, begann ich immer mehr zu verstehen, fühlte mich nicht mehr so fremd und habe mich getraut ohne zu fragen etwas aus dem Kühlschrank zu nehmen. Und ich habe gemerkt, dass die Menschen um mich herum wirklich nett sind und versuchen, mir zu helfen und mir das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein.

Es ist im Nachhinein immer wieder verblüffend für mich, wie schnell und ohne dass ich etwas dafür getan hätte, sich alles verändert. Der erste Monat war für mich hart, wirklich hart und man kann sich gar nicht vorstellen, wie lange ein Monat in einer solchen Situation sein kann, aber dann langsam und Stück für Stück wurde es besser.

Und heute? Ich bereue es nicht mehr, obwohl es nicht einfach ist in ein fremdes Land zu gehen, um mit einer fremden Familie zu leben. Es ist vielmehr so, dass ich darüber staune wie viel ich gelernt habe, über mich selber und über andere. Es ist eine gute Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

Und England? Ich liebe es! Das erste mal London war unvergesslich für mich. Eine traumhafte Stadt, vom ersten Augenblick an. Es gibt so viel zu sehen, zu machen und zu entdecken. Die Aussage "The man who is tired of London is tired of life!" trifft auf jeden Fall zu. Von Anfang an konnte ich in dieser Stadt Kraft tanken und Bestätigung auf meine Frage, warum ich das alles mache, finden.

Und so verrückt und ungewöhnlich die Engländer auch sind, man muss sie einfach lieben.

Sie denken zwar, dass England nicht unbedingt zu Europa gehört, tragen bei Eis und Schnee kurze Sachen, schließen ihre Pubs um 23 Uhr und fahren auf der linken Seite und trotzdem - selten wurde ich so freundlich behandelt wie in England, man muss nur rechtzeitig anfangen zu feiern, dann kommt die Sperrstunde gerade recht und fahren sollte ich sowieso nur noch in England!

Ich muss wirklich sagen, mir ist England sehr ans Herz gewachsen, fast fühle ich mich hier zu Hause und werde auf jeden Fall wieder kommen!

von Nora Spannaus

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