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Bianca Friedrichs berichtet aus Paris (Frankreich)

Mein Name ist Bianca, ich bin 21 Jahre alt und von August bis Juli habe ich in einem kleinen wohlhabenden Vorort von Paris gelebt. Der Name Rueil-Malmaison sagte mir vor meiner Anreise zunähst gar nichts, doch je mehr ich im Internet recherchierte, desto mehr gefiel mir diese Gegend. Man kommt sehr leicht (verschiedene Transportmöglichkeiten wie Bahn, Bus, Metro) und schnell nach Paris und auch in Rueil kann man recht gut seine Freizeit gestalten.

 

An dem ersten Abend mit meiner Gastfamilie erinnere ich mich noch ganz genau. Sie waren alle sehr herzlich, ich sehr aufgeregt und zurückhaltend und die Kinder haben mich von Anfang an geliebt. Zum Glück hatte ich vorher schon seit 7 Jahren Französisch gelernt, so dass ich sofort leicht mit den Kindern und den Eltern ins Gespräch kam. Aber auch ohne Vorkenntnisse hätte ich mich bestimmt auf Anhieb gut mit allen verstanden, da sie sich so lieb um mich kümmerten.

 

Die ersten Wochen vergingen und ich stand immer wieder vor neuen Härteprüfungen. Die Kinder müssen einen erstmal als Respektperson akzeptieren und auch Heimweh stellte sich ab und zu ein. Sich auf einmal so ganz alleine im Ausland zurecht zu finden und viel Verantwortung zu übernehmen, ist nicht selbstverständlich und man muss manchmal einfach mutig sein und Dinge selbst in die Hand nehmen. Umso stolzer ist man dann, wenn man auf dieses Jahr zurückblickt. Die Kinder, das riesige Paris, organisatorische Dinge (Handy, Konto, Transportmöglichkeiten…) und die Tatsache, hunderte von Kilometern von Familie und Freunden entfernt zu sein, das alles scheint anfangs sehr kompliziert. Doch schnell hatte ich mich in das Alltagsleben meiner Gastfamilie eingefunden und die Kinder wurden mit der Zeit immer anhänglicher. Ich hatte zwei Mädchen (9 und 7 Jahre) und einen Jungen (5 Jahre), um die ich mich kümmerte und langweilig wurde es da nie.

 

Was die Eltern angeht, die akzeptierten mich immer als eigenständige Person, ließen mir meinen Freiraum und sorgten sich stets um mich. Meine Gastmama habe ich schnell ins Herz geschlossen. Abends kam sie spät von der Arbeit, kümmerte sich erstmal um die Kinder und nach dem Abendessen erkundigte sie sich immer, wie es mir geht und was ich vorhabe. Über meinen Gastvater kann ich nicht viel sagen. Da er viel arbeitete, habe ich ihn manchmal tagelang nicht gesehen und wenn er mal da war, war er nett zu mir, aber zu einem richtigen Gespräch kam es nie.

 

Freunde habe ich sehr schnell gefunden. Bereits an meinem dritten Tag zog bei den Nachbarn eine Deutsche ein, die ebenfalls als Au Pair anfing. Schnell trafen wir uns, tauschten uns über unsere neuen Erfahrungen und Eindrücke aus und halfen uns bei Problemen. Mit der Zeit freundeten sich auch unsere Kinder an, so dass wir viel zusammen unternahmen. Eine befreundete Familie meiner Gastfamilie erwartete ebenfalls ein deutsches Au Pair und schnell entstand auch da eine enge Freundschaft. Mit den beiden Mädels habe ich viel in Paris erlebt und sie sind Freundinnen fürs Leben geworden. Wenn man solch eine intensive Lebensphase zusammen erlebt, dann lernt man sich sehr gut kennen und wächst eng zusammen.

Auch in der Sprachschule, auf Partys und beim Picknicken (z.B. auf der Pont des Arts) konnte ich leicht Kontakte knüpfen. Man fühlt sich anfangs vielleicht erstmal alleine, aber schnell begreift man, wie viele Leute man kennenlernen kann und dass man überhaupt nicht alleine ist.

 

Für mich war dieses Jahr die bislang aufregendste und schönste Zeit in meinem Leben. Die Kinder vermisse ich sehr, aber ich werde sie sobald wie möglich besuchen. Paris liebe ich genauso sehr und die Stadt ist mein zweites zu Hause geworden. Diese Zeit hat mich wohl für mein gesamtes Leben geprägt. Ich bin erwachsen geworden. Nun werde ich anfangen Französisch und Deutsch auf Gymnasiallehramt zu studieren, um dann vielleicht eines Tages als Deutschlehrerin in Frankreich zu arbeiten. J

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