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Josephine Topping berichtet aus Co Cork (Irland)

céad míle fáilte-a hundert thousand welcomes!

Cead mile failte ist in Irland nicht nur ein Willkommensgruß, sondern eine Lebenseinstellung. Die Iren geben sich die größte Mühe Fremden das Land nahezubringen, wenn man möchte, trifft man auf offene Arme-so ging es mir als ich eines Tages am Cork Airport landete.

Eigentlich wollte ich Au Pair in England werden, aber dann entschied ich mich, dass ich davon doch bereits genug gesehen hätte als ich dort in verschiedenen Urlauben war. Dann wollte ich gern nach Schottland, aber dafür fand sich keine geeignete Agentur. Irgendwann blieb dann noch Irland und dort war ich auch noch nicht zuvor. Viel wusste ich nicht, außer den typischen "grün, viel Regen, Whiskey"-Klischees, aber ich beschloss mich auf was neues einzulassen.

Platziert wurde ich dann in Crosshaven, Co. Cork in einer 4 köpfigen Familie, naja, eigentlich 6, denn zwei Scottish Terrier gehörten auch dazu. Vincent war dann also mein Gastvater, Mairead meine Gastmutter, Aoife(5) und Lorcan(3) die Kinder-und Millie und Monthy die Hunde.

Obwohl ich das erste Au Pair der Familie war verstand ich mich gleich richtig gut mit der Familie. Wir hatten den gleichen Sinn für Humor und die Kinder und ich waren irgendwie wie drei dicke Freunde.

Oft haben sie mir ausgeholfen mit den unterschiedlichsten Dinge. Wenn ich Wörter nicht wusste, wurden Bücher rangeschleppt um mir zu zeigen, welches Wort genau gemeint ist; von Aoife konnte ich außerdem noch ein paar Wörter Irisch lernen und sie ein paar Deutsch von mir.

Ich konnte mich ziemlich auf die beiden verlassen, denn Mairead hatte mir gleich zu Anfang erzählt, dass wenn ich gut zu ihnen bin, sie auch gut zu mir sind-ein Motto das auch im Bezug auf meine Gasteltern galt.

Ohne Murren habe ich manchmal in der Not ausgeholfen mit einer Stunde mehr hier und da-dafür haben meine Gasteltern sich dann aber auch ins Zeug gelegt für mich und tolle Ausflüge mit mir unternommen zu echten Geheimspots die man vielleicht ohne Auto nicht erreicht hätte.

Sowieso wurde ich immer in das irische Familienleben integriert: wenn andere Familien am Wochenende da waren, beim allgemeinen Xfaktor schauen, bei der Gartenarbeit und bei Urlauben hiess es immer:"Come and join us" (Komm& schliess dich uns an)

Sowieso stand rumreisen natürlich ganz oben auf meiner Liste der Freizeitaktivitäten. Mein Gastvater galt unter meinen Au pair Freunden als ein wandelnder Reiseführer. Immer wenn ich irgendwo hingefahren bin hat er mir nochmal die besten Cafes vor Ort erklärt, was man dort unbedingt anschauen muss und wie man am günstigsten hinkommt-das fand ich unglaublich hilfreich!
Rumreisen ist einfach in Irland, denn zu den meisten Sehenswürdigkeiten kommt man von Cork zumindest doch mit Bus, es gibt viele geführte Bustouren zu Sehenswürdigkeiten die man locker mit seinem Au Pair Gehalt bezahlen kann.

Weil ich ein wenig außerhalb von der Stadt Cork gewohnt habe (ca. 15km) habe ich das Meiste gemacht aus meinem Aufenthalt in dem kleinen Küstendorf. Ich bin dem örtlichen Tennisclub beigetreten und habe Tennis gelernt und bin viel am Strand spazieren gegangen-mit meinen "neuen" zwei Hunden, so hatte ich auch da immer Gesellschaft! Aber dann gab es natürlich auch noch andere Au Pairs in der Umgebung mit denen man sich mal auf einen Kaffee treffen konnte.
Am Samstag ging es dann meistens mit dem Bus in die Stadt, nach Cork. Dort waren richtig viele Läden zum Shoppen und eigentlich der zentrale Treffpunkt für Au Pairs aus allen Himmelsrichtungen rund um Cork. Von dort aus starteten aber auch die meisten Bustouren und Ausflüge und man konnte an sich einiges in Cork sehen; zwischen City Jail, Buttermuseum und Glockenturm mit Glocken zum Selberläuten wurde es nicht langweilig.

Meine Rundherum-erfahrung als Au Pair in Irland ist absolut von positiver Natur!
Ich habe mich ausgezeichnet mit meiner Gastfamilie und meinem Umfeld dort verstanden, aber das lag zum Teil auch daran, dass ich selber einiges hineingesteckt habe.

Man darf Au Pair nicht als Job sehen und nach Stunden und Aufwand abrechnen und werten, vielmehr ist es ein Erlebnis und man sollte versuchen sich als ein Teil der Familie anzusehen-auch das ist machbar, wenn man von sich aus ein wenig Mühe hineinsteckt, hier und da noch was aushilft was eigentlich nicht im Vertrag steht wenn es mal brennt-ich persönlich hatte so ein wirkliches Familienverhältnis zu meiner Gastfamilie, aber ausgenutzt wurde ich von ihnen auch nicht!

Für mein weiteres (Berufs-)Leben habe ich vor allem an Selbstbewusstsein und Zuversicht gewonnen- als Au Pair habe ich mir selber einiges bewiesen. Ein ganzes Jahr standen 3&5 jährige Kinder in meiner Verantwortung, ich habe angefangen Tennis zu spielen und bei einem Lauf mitgemacht- Dinge die ich mir vor einem Jahr in Deutschland nie erträumt hätte zu tun. Ist man erstmal im Ausland fühlt man sich auf einmal als wär' es alles möglich, jenseits aller Hemmungen. Diese Zuversicht behalte ich hoffentlich für mein Studium in Deutschland.

Ein Au Pair zu sein ist meiner Meinung nach ein tolles Erlebnis, dass fürs Leben prägt und Mut verleiht. Ich wünsche allen, die es sich vorgenommen haben eine wunderbare Zeit, genießt sie und nutzt sie, sie vergeht viel zu schnell. Hoffentlich heisst es bei euch dann auch:"Cead Mile Failte"

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