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Nadine Jaworski berichtet aus Mailand (Italien)

Ciao ragazzi ;-)
 
Ich heiße Nadine, bin 23 Jahre alt, war vor drei Jahren bereits Au Pair in Paris und habe jenes Jahr nach dem Abitur so sehr genossen, dass ich unbedingt noch weitere Auslandsaufenthalte erleben wollte. Deswegen habe ich mich letztes Jahr nach meinem Bachelor - Abschluss entschlossen, ein weiteres Au Pair Jahr einzulegen, bevor ich wieder an die Universität gehe, um meinen Master zu machen. Als Romanistin war es mir wichtig, unbedingt auch Italienisch zu können. Außerdem liebe ich die Sprache, das Essen und die Lebensart. Da ich gerne mit Kindern zusammen bin und mir das Au Pair Jahr in Paris so viel Spaß gemacht hat, dachte ich, ich versuche es einfach noch einmal:
 
Ich war also ab August letzten Jahres in einer Familie mit einem kleinen Jungen: Giovanni (15-22 Monate). Meine Gasteltern waren beruflich sehr viel unterwegs. Einmal waren die Eltern zur gleichen Zeit für eine Woche weg, in der ich dann das einzige Mal auch Nachtschicht machen musste. Ich musste sowieso sehr flexibel sein, was meine Arbeitszeiten angeht: Die ersten beiden Wochen waren wir im Haus der Großeltern in Varigotti. Ich war also meistens mit Giovanni am Strand, um zu spielen und zu baden oder habe ihn im Kinderwagen spazieren gefahren. Ähnlich ging es ein paar Wochen später zu, als die Mutter geschäftlich nach Pesaro musste und mich und den Kleinen mitgenommen hat. In dieser Woche hatte ich Giovanni den ganzen Tag für mich, da die Mutter arbeiten musste. In Mailand wurde es dann etwas ruhiger: Ich habe entweder vormittags von 8.00 – 14.00 oder nachmittags von 14.00 – 20.00 Uhr gearbeitet. Manchmal musste ich noch babysitten, wenn die Eltern abends ausgegangen sind. Der Tagesablauf des Kleinen war allerdings strukturiert: Wir haben morgens gemeinsam gefrühstückt, dann habe ich ihn gewickelt und angezogen. Mittwochs bin ich immer mit ihm zur Musikschule gegangen. Dort wurde gespielt, Geschichten erzählt, rhythmische Bewegungen geübt, Musik gehört, mit Instrumenten experimentiert und natürlich gesungen. Um 12.00 Uhr gab es Mittagessen, das ich manchmal selber zubereitet habe. Ebenso wie das Abendessen um 19.00 Uhr. Nachmittags musste er von 13.30 – 16.00 Uhr sein Mittagsschläfchen halten und um 20.00 Uhr musste er dann ins Bett. In den ersten Monaten hat er vormittags noch geschlafen, weswegen ich viel mit dem Kinderwagen spazieren gefahren bin. Die restliche Zeit haben wir je nach Wetter in seinem Zimmer oder auf dem Spielplatz gespielt. Anstrengend war es mit Giovanni eigentlich nur, wenn er mal bockig war, was sehr selten vorkam oder während einer kurzen Phase, als er krank war und Fieber sowie Schnupfen hatte, sehr schlecht geschlafen und deshalb viel geweint hat. Andere Probleme gab es mit Giovanni nie.
Mit den Eltern habe ich mich auch sehr gut verstanden, denn sie haben mich immer in Allem unterstützt und waren sehr entgegenkommend. Die einzigen Auseinandersetzungen gab es manchmal in Haushaltsfragen, aber das waren immer nur kleinere Schwierigkeiten, da die Mutter diesbezüglich immer sehr pingelig war und ich manche Dinge nicht so erledigt habe, wie sie sich das vorgestellt hat. Im Haushalt habe ich nur Kleinigkeiten erledigen müssen wie das Kinderzimmer aufräumen, die Spülmaschine ein- und ausräumen, Wäsche auf- und abhängen, den Müll raus tragen und so weiter. Die Familie hatte auch eine Putzfrau, die einmal wöchentlich kam.

In eine Sprachschule konnte ich wegen der unregelmäßigen Arbeitszeiten leider nicht gehen und deshalb mein Italienisch nicht ganz so verbessern wie es mir gewünscht hatte, aber meine Gasteltern haben mich immer korrigiert und meine Gastmutter hat mir ein paar Mal sogar Übungsstunden gegeben. Letztendlich habe ich trotzdem sehr gut Italienisch gelernt, obwohl ich mit dem Kleinen noch nicht sprechen konnte. Ich habe mich mit vielen anderen Leuten unterhalten, war sehr oft im Kino, habe Zeitschriften gelesen, Musik gehört und fern gesehen. Mein Ziel habe ich dennoch erreicht: Ich wollte mich problemlos mit den Italienern unterhalten können.
Es war allerdings schwierig Freunde kennen zu lernen, weil unsere Arbeitszeiten sich entweder überschnitten haben oder ich absagen musste, weil ich doch anders arbeiten musste als geplant. Der häufigste Satz meiner Gastmutter war: „Se non cambia niente…“ Planänderungen kamen aber mindestens einmal die Woche vor. Ich habe mich zwar mit zwei Au Pairs getroffen, wir konnten aber leider keinen Kontakt halten. Das war ein bisschen schade.

Gelangweilt habe ich mich jedenfalls auch so nie. Ich war oft in Mailand unterwegs, um Museen und vor allem Kirchen zu besuchen. Es gibt sehr viel Kunst zu bewundern, wie zum Beispiel Leonardo da Vincis berühmtes Wandfresko „Das Letzte Abendmahl“. Der wunderschöne Dom ist zu Recht weltberühmt, ebenso die beeindruckende Scala, in der ich sogar zwei Mal war. Das erste Mal habe ich mir ein Ballett angeschaut, aber der Opernbesuch ist und bleibt mein absolutes Highlight! Nicht nur die Musik, sondern auch die Innenarchitektur zieht mich jedes Mal wieder in ihren Bann. So auch die der Pinacoteca Ambrosiana oder die der Kirche San Maurizio. In Mailand sind die schönen Ecken sehr versteckt, aber es gibt mehr davon, als man denkt, denn auf den ersten Blick sieht Mailand nicht besonders einladend aus. Das täuscht aber! Es gibt jede Menge interessante Veranstaltungen und tolle Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt der Mode, zum Beispiel die Modewoche im Quadrilatero, die Galleria Vittorio Emanuele II oder die Scala-Eröffnungsfeier für die Opernsaison. Mailand ist relativ klein und da wir im Zentrum gewohnt haben, bin ich immer zu Fuß gegangen. Es gibt aber auch eine Metro, mit der man alle Sehenswürdigkeiten gut erreicht.
Außerdem konnte ich einige Tage außerhalb Mailands verbringen und so viel von Italien sehen: Ich war im märchenhaften Bergamo, im faszinierenden Venedig, im wunderschönen Florenz, im aufregenden Rom und meine Gasteltern haben mich sogar einmal zum Skilaufen mitgenommen.

Die Italiener sind sehr gastfreundlich und unterhaltsam. Man sollte allerdings sehr gut gewappnet sein, bevor man sich auf eine Diskussion mit einem Italiener einlässt, vor allem wenn es um ihr Lieblingsthema „Kochen + Essen“ geht. Da zieht man schon mal den Kürzeren, weil man einfach nicht zu Wort kommt. 15 verschiedene Salzsorten im Schrank sind völlig normal und ein Italiener hat absolut kein Verständnis dafür, wenn man den Unterschied nicht herausschmeckt… Meine Zeit in Italien werde ich jedenfalls nie vergessen und ich freue mich schon, wenn ich das nächste Mal wieder hinfahren kann, denn meine Gasteltern waren die meiste Zeit eher wie große Geschwister oder Freunde für mich und ich kann mich echt glücklich schätzen, eine so nette Familie gehabt zu haben! Außerdem freue ich mich darauf, die ‚kleinste’ Liebe meines Lebens wiederzusehen: Giovanni :-*

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