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Ines Kleister berichtet aus Madrid (Spanien)

Ich war von September 07 bis Ende Juni 08 als Au Pair in Madrid.

Ursprünglich wollte ich eigentlich nie nach dem Abi als Au Pair ins Ausland und so entschloss ich mich Ende 2006 eher spontan diesen Schritt zu wagen und entschied mich für Spanien. Da ich mich schon ziemlich früh beworben hatte, musste ich auch eine Weile warten bis sich eine Gastfamilie bei mir meldete. Es handelte sich um eine Familie mit einer Tochter, die in Majadahonda (Madrid) wohnte. Ziemlich aufgeregt telefonierte ich mit meinem Gastvater und entschloss mich nach dem Telefonat sofort für sie, da sich alles sehr gut anhörte. Und so buchte mein Vater auch schon einen Flug und damit gab es für mich kein Zurück mehr.

Und so ging es am 30. August auf zum Flughafen nach Basel. Begleitet haben mich meine Eltern, mein Bruder und mein Freund. Bevor es los ging, waren wir noch zusammen essen und warteten bis ich zu meinem Flug gehen konnte. Als die Zeit der Verabschiedung kam, wurde mir etwas mulmig, da ich ja überhaupt nicht wusste, was mich alles erwarten wird. Der Abschied fiel mir nicht ganz so schwer, da mir zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig klar war, dass ich jetzt für 10 Monate weg sein werde.

Aber so schnell ging es dann doch nicht los, denn unser Flugzeug hatte irgendwelche Probleme und so mussten wir sage und schreibe 7 (!) Stunden warten, bis ein Ersatzflugzeug eingetroffen war. Da war ich einfach nur froh, endlich im Flugzeug zu sitzen. So kam ich erst nachts um 2 Uhr in Madrid an und ich dachte mir nur: "Na das fängt ja schon gut an." Doch auch um diese Zeit empfingen mich meine Gasteltern Ana und Marcus sehr herzlich.

Mit dem Auto ging es dann nach Majadahonda und ich unterhielt mit etwas mit Marcos in Englisch, da mein Spanisch noch nicht wirklich gut war. In derselben Nacht zeigten sie mir noch kurz mein neues Zuhause, schließlich war es ja schon 3 Uhr!

Erschöpft fiel ich an dem Abend in mein Bett und schlief erstmal aus.

Am nächsten Morgen war ich alleine, da meine Gasteltern arbeiten mussten und die Kleine, die übrigens Rebeca heißt und 6 Jahre alt ist, bei ihren Großeltern war. So schaute ich mich erstmal in Ruhe in der Wohnung um und verbrachte den Rest des Tages dort. Abends holte ich dann gemeinsam mit Ana Rebeca ab. Die Kleine war anfangs etwas schüchtern, was sich aber im Laufe der Zeit legte. So saß sie am selben Abend beim Fernsehen schon auf meinem Schoß. Da ich freitags angekommen bin und ich am Wochenende in der Regel immer frei hatte, verbrachte ich mein erstes Wochenende damit, Madrid auf eigene Faust zu erkunden.

Und so verbrachte ich auch den ganzen September am Wochenende meistens alleine, da ich erst ab Oktober zur Sprachschule ging und ich noch niemand kennengelernt hatte.

Unter der Woche musste ich arbeiten. Morgens musste ich Rebeca wecken, sie für die Schule richten und ihr das Frühstück machen. Dann hatte ich von ca. 8.30 bis 17 Uhr frei. Um fünf musste ich Rebeca dann vom Schulbus abholen und dann ging es immer ans Spielen. Meine Aufgabe war zusätzlich zum Spielen ihr Englisch beizubringen und so sprach ich mit ihr nur in Englisch, was allerdings auch ein Grund dafür war, dass mein Spanisch nicht so gut wurde, wie erhofft.

Nochmal zum Spielen...Wir spielten mit ihren Plüschhunden, Barbies, Puppen oder malten und bastelten viel. Bei schönem Wetter waren wir draußen oder badeten im Pool. Um 20.30 Uhr bekam sie Abendessen und um 21 Uhr musste sie ins Bett. Außerdem musste ich sie 3mal in der Woche baden. Mit Rebeca verstand ich mich wirklich gut und es hat viel Spaß mit ihr gemacht. Aber sie hat es mir auch echt leicht gemacht, denn sie war süß und total lieb, konnte aber auch ein richtiger Wirbelwind sein. Und wenn mir mal was nicht passte, hat sich auch auf mich gehört und sie wusste, dass NEIN nunmal NEIN heißt.

Auch mit meinen Gasteltern hab ich mich gut verstanden und hatte ein freundschaftliches Verhältnis mit ihnen.

Und neue gute Freundinnen hab ich im Lauf der Zeit übrigens auch gefunden.

Schon am ersten Tag der Sprachschule habe ich zwei deutsche Mädels kennengelernt, mit denen ich fortan die Wochenenden verbrachte. Im November haben wir dann auf einem AuPair-Treffen noch zwei deutsche Mädels kennengelernt und von da an waren wir nur noch im "Fünfer-Pack" unterwegs.

So waren wir samstags immer in Madrid unterwegs, waren Sangría und "Chupitos" trinken und sonntags saßen wir bei schönem Wetter meistens im Retiro-Park und haben unsre Freizeit genossen. Außerdem bauten wir uns gegenseitig auf, wenn einer Probleme mit den Kindern oder Gasteltern hatte, da wir ja alle AuPairs waren. Sonntags machten wir oft auch Tagesausflüge in umliegende Städte u. a. nach Segovia, Toledo oder Salamanca. Höhepunkt war sicher unsere Reise nach Valencia Anfang Mai. Dank zweier Feiertage + Wochenende konnten wir für 4 Tage mit dem Bus dorthin reisen. Wir hatten uns eine Ferienwohnung gemietet und hatten viel Spaß. Wir haben uns Valencia angeschaut und konnten dank der milden Temperaturen auch schon im Mittelmeer baden. Und in diesem August haben wir fünf uns hier in Deutschland auch für 2 Wochen gegenseitig besucht und wir hatten genauso viel Spaß wie in Spanien. Und wir wollen uns auch in Zukunft mindestens einmal im Jahr treffen.

Außerdem war ich auch eine Woche in Sevilla, als mich meine Eltern und mein Bruder besucht hatten. Des weiteren war auch mein Freund für ein Wochenende zu Besuch. Und Weihnachten durfte ich für 2 Wochen heim, was ich sehr genossen habe. Allerdings fiel mir da der Rückflug nach Madrid für die restliche Zeit sehr, sehr schwer und am Flughafen heulte ich wie ein Schlosshund. =) Das war allerdings eine der wenigen wirklich schweren Zeiten die ich in den 10 Monaten hatte, denn alles in allem hatte ich eine super Zeit dort und es war eine großartige Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Mit meiner Gastfamilie habe ich noch per E-Mail Kontakt und wenn sich mal die Zeit findet, werde ich sie sicher mal besuchen.

Und auch eine Beziehung kann die lange Zeit halten, auch wenn es nicht immer leicht ist, aber man muss einfach darum kämpfen und das lohnt sich auch.

Und die spanische Sprache werde ich auch in Zukunft brauchen, da ich im Oktober eine Ausbildung zur Europasekretärin beginne.

So, das war’s von meiner Seite. Für alle die darüber nachdenken, AuPair zu werden, macht euch bitte ernsthafte Gedanken darüber, denn es ist nicht immer Zuckerschlecken und es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Außerdem kann es auch mal langweilig werden, wenn man eine Woche lang immer dasselbe spielen muss. Da braucht man wirklich viel Geduld.

Wenn ihr euch dafür entscheidet, dann wünsche ich euch viel Spaß und genießt die Zeit, denn so eine Erfahrung werdet ihr nicht so schnell wieder bekommen!

Hasta luego, Ines

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