Erfahrungsberichte aus Spanien

Reizt dich das spanische Leben in all seiner Vielfalt? Möchtest du Sonne, Kultur und Meer von den faszinierenden Pyrenäen im Norden bis nach Andalusien im Süden in vollen Zügen genießen? Egal, bei welcher Gastfamilie du deinen Au Pair Aufenthalt verbringst, die Erlebnisse wird dir keiner mehr nehmen können. Schaue selbst in den Erfahrungsberichten unserer Au Pairs und lass dich von ihren Erlebnissen begeistern.

Madrid: Nadine Jaworski

Traveler

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Erfahrungsbericht: Nadine Jaworski / Spanien ( Madrid)   Hola guapas ;-) Ich heiße Nadine, bin 24 Jahre alt. Mittlerweile mache ich meinen Master und studiere im ersten Semester „Kulturanthropologie/ Volkskunde“ in Münster. Nach meinem Abitur war ich bereits ein Jahr als Au Pair in Paris, was mir so gut gefallen hat, dass ich nach dem Bachelor „Sprache, Literatur und Kultur“ in Gießen ein weiteres Jahr weg wollte. So bin ich erst sieben Monate in Mailand und anschließend sechs (06.04. – 28.09.2013) in Madrid gelandet und habe bei einer Familie mit drei Kindern und zwei Hunden gewohnt. Es war also immer sehr lebhaft zu Hause ;-)   Meine Aufgaben: Von April bis Juni und im September hatten die Kinder Schule. Morgens von 8.00 bis 9.00 Uhr habe ich den Eltern mit den Kindern geholfen: Betten und Frühstück machen, Schultaschen packen, beim Zähneputzen und Anziehen helfen. Dann wurden wir zur Schule gefahren, wo ich gewartet habe bis sie in ihren Klassen waren. Von 9.00 bis 13.00 Uhr hatte ich frei und dann musste ich sie abholen. Manchmal musste ich das Mittagessen selbst kochen, aber meistens war es schon vorbereitet. Im April und im Mai haben wir schnell gegessen, ich habe die Küche aufgeräumt und dann sind wir mit dem Bus zur Schule zurück gefahren, weil die Kinder auch nachmittags Unterricht hatten. Von 15.00 bis 16.30 hatte ich wieder frei. Manchmal musste ich die Kinder dann abholen und einmal die Woche war ich auch danach noch mit ihnen auf dem Spielplatz oder am Pool, es sei denn die Kinder mussten Hausaufgaben machen. In meinen Freistunden habe ich oft das Mittagessen vorbereitet, Wäsche gewaschen, auf- und abgehängt oder kleinere Besorgungen gemacht, zum Beispiel im Supermarkt. Im Juni und September hatten die Kinder erst um 13.30 Schluss, aber mussten danach nicht mehr zur Schule. Mit Cayetana habe ich recht viel gespielt. Meistens wollte sie puzzeln oder ich sollte etwas vorlesen. Einmal haben wir alle zusammen etwas gemalt. Im Juli und August hatten die Kinder Ferien und wir waren fast den ganzen Tag am Pool. Die Familie: Die Eltern waren sehr nett und haben mich in allem unterstützt, was sehr wichtig war, denn die Kinder waren sehr schwierig und unerzogen. Die Mutter (36) ist Psychologin und arbeitet mit krebskranken Patienten und ihren Familien. Der Vater (37) hat eine eigene Druckerei. Ángel (8) hat gerne Fußball gespielt und war sehr wild. Wenn er mit seinen Freunden zusammen draußen gespielt hat, konnte er sich richtig austoben und dann war das eigentlich kein Problem. Javier (6) ist eher ruhig und hat zum Beispiel auch sehr häufig mit seiner kleinen Schwester Cayetana (4) zusammen gespielt. Er ist allerdings auch extrem cholerisch und wenn er mit Ángel zusammen war, gab es immer Streit und die beiden haben sich jeden Tag geprügelt, getreten und angespuckt. Das war sehr anstrengend, zumal die Jungs überhaupt nicht gehört haben und noch dazu sehr respektlos waren. Nicht nur zu ihren Geschwistern, sondern auch zu den Eltern und zu mir. Von den Jungs wurde ich überhaupt nicht akzeptiert und ich hatte das Gefühl, dass zumindest Javier gar nicht erst verstanden hat, was meine Funktion in der Familie war, obwohl sie schon zwei Au Pairs hatten. Ich kann also leider nicht behaupten, dass mir die Zeit mit den Kindern viel Spaß gemacht hätte, denn ich musste jeden Tag einen Kampf nach dem anderen gegen sie führen. Jedoch habe ich mich mit den Eltern sehr gut verstanden und habe von anderen Au Pairs gehört, dass es in ihren Familien mit den Kindern ähnliche Schwierigkeiten gab. So hat es mich noch relativ gut getroffen, denn ich musste nicht besonders viel arbeiten und hatte sehr viel frei. Spanien: Eine Woche lang haben wir die Großeltern in Talaván besucht. Ein kleines und ruhiges Dörfchen in der Extremadura. Das Haus war wunderschön und die Landschaft hat mich ein bisschen an Südafrika erinnert. Es sah sehr steppen-, teilweise sogar richtig wüstenartig und trocken aus. Ganz anders als erwartet. Die Hitze war kaum auszuhalten, denn es war auch nachts um die 40° heiß. Das war eine große Umstellung, aber diese Woche war trotzdem eine der schönsten und ich konnte einen anderen Teil von Spanien sehen. Außerdem waren die Großeltern total nett, hilfsbereit und gastfreundlich. Ich habe einen Tagesausflug nach Cáceres machen können und auch sonst viele andere Städte besucht, da ich die Wochenenden immer frei hatte. So konnte ich außerdem nach Toledo, Aranjuez, Salamanca, Segovia und Ávila sowie zum El Escorial fahren. Das waren immer sehr schöne Ausflüge.   Madrid: In Madrid war ich auch mit anderen Au Pairs unterwegs und wir waren natürlich in den bekanntesten Museen wie dem Prado, Reina Sofía und dem Thyssen-Bornemisza sowie auf der Gran Vía und im Retiro Park, aber auch im Kino, im Zoo und im Tierpark, im Freizeitpark, in einer Flamenco Bar, haben eine Tapas-Tour gemacht und waren mit einem Sight-Seeing Tourbus unterwegs. Außerdem waren wir oft in den zahlreichen Parks picknicken. Ansonsten war ich in meiner freien Zeit sehr oft am Pool, um mich zu sonnen und vor allem abzukühlen. Sprachschule: Im Mai war ich auf der Sprachschule C.E.E. Idiomas und habe dort ein Zertifikat für das B2 Niveau machen können. Meine Sprachkenntnisse konnte ich also ganz gut verbessern und ich bin zufrieden. Ich hatte anfangs etwas Angst, ich könne die Sprachkenntnisse nicht so gut vertiefen, weil ich mit den Kindern eigentlich auf Englisch sprechen sollte. Da die Kinder dazu aber meistens überhaupt keine Lust hatten und die Kommunikation auf Spanisch schon problematisch war, kam es nicht oft dazu. So habe ich dann doch sehr viel Spanisch sprechen können; vor allem auch mit den Nachbarn und mit Freunden.   Die Spanier: Die Spanier sind sehr entspannt, was wirklich sehr angenehm ist. Auch in stressigen Situationen behalten sie die Nerven und das färbt ab. Ich bin auch etwas entspannter geworden. Trotzdem kann ich mich durch die Probleme mit den Kindern besser durchsetzen und lasse mir nicht mehr alles gefallen. Es lohnt sich also durchaus auch einmal, die Zähne zusammen zu beißen und nicht gleich aufzugeben, sondern eine schwierige Phase auszuhalten. Denn auch wenn der Umgang mit den Kindern sehr schwierig war, gab es viele schöne Momente mit ihnen, ich habe neue Freundschaften geschlossen und ein wunderschönes Land kennen gelernt. Dieser Aufenthalt hat sich demnach nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich sehr gelohnt und ich bereue die Entscheidung nicht. Ganz im Gegenteil: Ich freue mich schon auf meine nächste Spanienreise und möglicherweise weitere Aufenthalte dieser Art. Fazit: Lasst euch nicht abschrecken und nehmt mögliche Probleme und schwierige Situationen als Chance wahr!  Liebe Grüße, Nadine

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