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Helgith Kalwa berichtet aus Fremont (USA)

Mein AuPair Jahr fing eigentlich als einfache Idee an. Ich schrieb an IST, ging zum Interview, fertigte eine Collage an und schon bekam ich den ersten Anruf von meiner zukünftigen Gastmutter.

Bei diesem ersten Telefonat redete sie mehr als ich, weil ich vor lauter Aufregung kaum ein Wort englisch herausbekam. Julie, meine Gastmutter, erzählte mir von der Familie, ihren drei Mädchen und deren Freizeit. Beim zweiten Gespräch ging die Unterhaltung schon besser, weil ich mich etwas darauf vorbereitet hatte. Sie schickte mir auch Fotos, die ich später mit zum Vortreffen nahm.

So richtig ernst wurde die Sache erst, als ich mich am Flughafen von meinen Freunden und meiner Familie verabschieden musste. Dieser Abschied und das spätere Heimweh waren wohl das Schlimmste für mich.

Zwei andere AuPairs, Anne und Julia, flogen mit mir. Wir hatten uns bereits beim Vortreffen in Düsseldorf kennen gelernt. Bis London flogen wir zusammen, doch dann ging es für Anne allein weiter, während Julia und ich vier Stunden am Londoner Flughafen festsaßen. Wir hatten unseren Anschlussflug nach New York verpasst.

Doch auch wir kamen schließlich verspätet und total müde in den Staaten an. Beim Workshop in dieser ersten Amerikawoche ... mussten uns über das Verhalten der verschiedenen Altersstufen informieren lassen. Natürlich gab es auch einige Highlights. Nicht nur, dass man Freunde gefunden hat, sondern auch die Stadt und die Sightseeingtour waren erlebnisreich. Aber auch hier hieß es Abschied nehmen, den wir sollten ja nicht das ganze Jahr in New York verbringen.

Am Ende der Woche ging es für uns weiter zu den Familien. Für mich hieß das, rein ins Flugzeug, raus ins Flugzeug und so weiter, bis ich schließlich in Fremont, einer Stadt in Michigan ankam. Der Empfang meiner Familie war sehr herzlich. Die Kinder hatten mir ein Plakat gemalt und die Kleinste der drei fing gleich an, mir Fragen zu stellen. Ich hatte Probleme, sie zu verstehen, da sie gerade die vorderen Zähne verloren hatte.

Die Kinder hatten noch Schulferien, also musste ich den ganzen Tag da sein. Sie gewöhnten sich schnell an mich, was wohl daran lag, das ich das zehnte AuPair in dieser Familie war.

Während der Sommerferien habe ich die Kinder zum Schwimmunterricht gefahren, bin mit ihnen zur Bibliothek, oder in einen Freizeitpark gegangen. Es gab immer etwas, was man mit ihnen machen konnte.

Da die Familie in einer Kleinstadt wohnte, fand ich mich recht schnell zurecht. Ich hatte ein eigenes Auto, einen Van, dass ich immer benutzen konnte. Die Eltern der Mädchen waren beide Ärzte. Er arbeitete als Kinderarzt und sie in der Notaufnahme des Krankenhauses. Sie hatte oft unterschiedliche Schichten, und beide mussten auch mal am Wochenende arbeiten, also besprach ich jede Woche und besonders die Wochenenden mit der Mutter.

Als dann die Schule für die Kinder wieder anfing, hatte ich einen geregelten Tagesablauf. Ich weckte sie morgens, machte ihnen Frühstück, schmierte ihnen Schulbrote und schickte sie pünktlich zum Bus. Dann hatte ich den Vormittag frei, bis sie um vier wieder aus der Schule kamen. In dieser freien Zeit ging ich zum College, trieb Sport oder erledigte Dinge für die Familie. Nach dem Essen, dass mal die Mutter und mal ich kochte, ging das Nachmittagsprogramm los. Ich fuhr die Mädchen zum Ballett, zum Fußball oder Girlscout. Eigentlich gab es keinen Nachmittag, an dem nichts los war. Abends habe ich sie dann ins Bett gebracht, bin zur Schule gegangen oder habe mich mit einer amerikanischen Freundin, Angela, getroffen.

Wenn ich mal am Wochenende arbeiten musste, gingen die Kinder und ich sonntags in die Kirche und Freunde kamen zu uns oder sie gingen zu Freunden. Da alle drei Mädchen schon älter waren, 6,9 und 10 Jahre, spielten sie sehr gut miteinander.

Die Wochenenden, die ich frei hatte, verbrachte ich immer mit Anne, dem AuPair, das auch mit mir nach New York geflogen war. Sie wohnte nur ca. 2 Stunden von mir entfernt. Während der Woche telefonierten wir täglich und die Wochenenden verbrachten wir zusammen. Wir gingen ins Kino oder essen. Am liebsten aber schliefen wir lange und gingen shoppen. Für ihre und auch für meine Familie war es kein Problem, wenn wir uns gegenseitig über das Wochenende besuchten. Ich fühlte mich schon wie das zweite AuPair ihrer Familie.

Wenn ich heute an das Jahr zurückdenke, habe ich viel erlebt. Ich habe Besuch von Julia, einem AuPair aus Seattle, bekommen und ich bin dorthin geflogen. Zwei Freundinnen aus Deutschland haben mich über Weihnachten und Silvester besucht. Ich bin mit Anne sehr viel gereist und wir haben uns Städte angekuckt. Meine Eltern waren über Ostern da. Ich habe mit meiner Gastfamilie für 10 Tage eine Kanutour unternommen. Und meine Schwester und ihr Freund waren am Ende meines Jahres da. Wir sind an der Ostküste entlang gefahren, von Chicago bis Miami habe ich alle bekannten Städte der Küste gesehen.

Auch, wenn es oft nicht leicht war, bin ich doch froh, dass ich es gemacht habe.

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