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Silke Künzig berichtet aus Southern/Pines (USA)

Ich hatte schon immer den Traum nach dem Abitur ein Jahr im Ausland zu verbringen, am liebsten in den USA. Nach einigem Hin und Her Überlegen habe ich dann beschlossen, mich als Au Pair zu bewerben.

Die Bewerbung und Anmeldung bei iSt verlief reibungslos und bald habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, dass sich eine Familie bei mir meldet. Ich wollte im August ausreisen und im Juni haben sich dann endlich Familien gemeldet. Mit der dritten Familie, den Woolleys aus Southern Pines, North Carolina, habe ich mich sofort gut verstanden und sehr schnell stand dann fest, dass ich ab August das neue Au Pair ihrer Familie werde.

Dann hieß es schon bald Visum beantragen und sich auf ein Jahr in den USA vorzubereiten. Auch wenn der Abschied von Familien und Freunden schwer fiel, war die Freude auf das kommende Abenteuer größer.
Schon im Flieger nach New York City habe ich viele der anderen Au Pairs kennen gelernt. Wir waren alles schon jetzt aufgeregt. Aber zuerst hatten wir eine Woche Workshop in New York. Das YMCA, in dem wir untergebracht waren, lag direkt neben dem Central Park und auch der Times Square war nur wenige Minuten entfernt. Ein unglaublich toller erster Eindruck. Aber die Woche ging schneller vorbei als gedacht und dann ging es für mich in einem kleinen Flieger nach North Carolina. Ich war schon im Flieger so aufgeregt, aber als ich dann endlich meine neue Familie kennenlernte, war alle Aufregung verflogen. Meine Gasteltern Doug und Kristin haben mich so lieb empfangen und obwohl die Kinder erst ein bisschen schüchtern waren, bin ich einfach auf sie zugegangen und wir haben uns schnell gut verstanden. Das alte Au Pair war noch ein paar Tage gemeinsam mit mir in der Familie und hat mir alle wichtigen Orte und Wege gezeigt.

Meine Kinder waren Simone (12), Stefan (11) und Sonja (10). Mein Arbeitstag hat um 7 Uhr damit angefangen, dass ich die Kinder geweckt habe. Die zwei Mädels waren meistens schon wach. Nur für Stefan war ich der Wecker mit 5 Minuten Schlummerfunktion. Während die Kinder sich ihre Cornflakes gemacht haben, habe ich die Spülmaschine ausgeräumt. Ich musste dann noch aufpassen, dass auch jeder die Zähne geputzt hat und alle ihre Turnbeutel und Instrumente für die Schule dabei hatten. Wenn alles gecheckt war, sind alle in den Van gesprungen und es ging los zur Schule. Während die Kinder in der Schule waren hatte ich frei. Um 15 Uhr bin ich wieder zur Schule gefahren und habe die Kinder abgeholt und nach Hause gebracht. Zuerst mussten die Hausaufgaben erledigt werden und jedes der Kinder musste die ihnen zugeteilte Hausarbeiten machen, wie mit dem Hund rausgehen oder die Pflanzen bewässern. Die Hausaufgaben habe ich oft noch durchgeschaut und gerade in Mathe habe ich Simone und Stefan etwas Nachhilfe gegeben. Je nach Wochentag habe ich die Kinder auch noch zu diversen Klarinetten- und Pianostunden oder Fußball- und Reitstunden gefahren.

Meine Gast Mama hatte gerade einen neuen Job als Psychologin angenommen und ist deshalb schon oft zwischen 16 und 17 Uhr nach Hause gekommen. Wenn ich mit den Kindern alles erledigt hatte, habe ich ihr entweder beim Dinner kochen geholfen oder habe dann schon frei bekommen und konnte mich in mein Zimmer, das nebenan über der Garage war zurückziehen. Dinner hat dann die ganze Familie zusammen gegessen. Dabei wurde der vergangene und der nächste Tag besprochen.

Nachdem ich die Kinder Frühs zur Schule gebracht hatte, hatte ich bis zum Nachmittag frei. Die meisten Tage bin ich ins Fitnessstudio. Dort bin ich am allerliebsten ins Zumba gegangen. Ein bis zwei Mal die Woche bin ich auch noch ins College und bin dort in die Englisch as a Second Language Class gegangen um meine notwendigen Unterrichtsstunden zu bekommen. Da die ESL Class kostenlos war, habe ich die 500$, die man von seinen Gasteltern für die Collegestunden bekommt in eine Wochenendkurs in Boston investiert. Das war wirklich toll, denn wir waren eben nicht nur im College rumgesessen, sondern sind auch durch Boston gelaufen und haben alles, was wir vorher gelernt haben, live gesehen. Nach Boston begleitet hat mich Therese, eines der Au Pairs, das im Nachbarort wohnte. Wir hatten uns sehr schnell angefreundet und sind während des Jahres beste Freunde geworden.

Mit meiner Gastfamilie war ich während des Jahres auch im Urlaub. Im Herbst sind wir auf eine Insel an der Küste von North Carolina gegangen und während des Spring Breaks sind wir nach Salt Lake City, Utah zum Ski fahren gefahren. Beides waren wirklich tolle Urlaubsziele und es jedes Mal sehr viel Spaß gemacht. Vor allem für mich als begeisterter Ski Fahrer war es ein Traum in den Rocky Mountains Ski fahren zu gehen.

Als dann jedoch die Sommerferien kamen hat sich auch mein Arbeitsplan ein bisschen verändert. Die ersten 3 Wochen musste ich die Kinder von Frühs bis nachmittags entertainen. Wir sind ins Kino gegangen, sind mit dem Hund im Park spazieren gegangen, haben Tennis oder Fußball gespielt, ich habe ihnen gezeigt, wie mach was Geocaching ist und natürlich waren wir so gut wie jeden Tag im Pool.

Schon viel zu früh sind die Kinder dann in die Sommercamps gefahren und ich musste mich schweren Herzens von meinen Kindern verabschieden. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr mir die 3 Kids ans Herz gewachsen sind und wie sehr ich sie auch jetzt hier in Deutschland vermisse. Ich habe mich dann für einen Monat auf Rundreise durch die USA gemacht und das war nochmal ein neues Abenteuer für sich. Ich habe so viele neue Orte gesehen und interessante Menschen kennengelernt. Nach dem Reisemonat bin ich nochmal für ein paar Tage zurück zu meiner Familie, habe meine Koffer gepackt und mich von meine Freunden dort und meinen Gasteltern verabschiedet. Es ist mir wirklich schwer gefallen mich von allen zu verabschieden und die USA zu verlassen.
Es war auf jeden Fall ein unvergessliches Jahr und ich habe die beste Gastfamilie gefunden, die man ich als Au Pair wünschen kann. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auch mal ein bisschen Heimweh hatte und meine Gast Mama und ich auch einmal gegensätzliche Meinungen hatten. Aber solche schwierigere Tage vergehen auch. Vor allem wenn man an alle schönen Momente mit seiner Gastfamilie und vor allem mit den Kindern denkt. Ich würde alles nochmal genauso machen, es war einfach ein fantastisches Jahr und diese wunderbare Erfahrung kann mir keiner nehmen.

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