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Marie-Claire Neßlinger berichtet aus Auckland (Neuseeland)

Seit Jahren wollte ich schon ins Ausland um mein Englisch zu verbessern, die Menschen kennen zu lernen und natürlich auch das Land. Ursprünglich wollte ich allerdings nach Australien. Diese Idee habe ich mir aber wegen der australischen Hitze aus dem Kopf geschlagen. Da Neuseeland ebenfalls sehr nah zu Australien liegt und landschaftlich viel schöner ist habe ich im Januar meine Bewerbung aufgesetzt und mit einem mulmigen Gefühl weggeschickt. Kurze Zeit später hat mir IST eine südafrikanische Gastfamilie in Wellington angeboten, die mir leider aus finanziellen Gründen abgesagt haben. Daraufhin habe ich einen zweiten Vorschlag, einer indischen Familie mit einem damals 3 Jährigen Mädchen, zugesagt.

 

Weitere Monate verstrichen mit Abi-Klausuren, Vorbereitung usw. Und das große Gefühl der Ungewissheit vor dem Neuen vergrößerte sich.

 

Ende Juli hieß es dann endgültig Abschied nehmen von Freunden und Familie. Auf der einen Seite wollte ich nicht gehen und konnte mir die eine oder andere Träne nicht verkneifen, aber auf der anderen Seite habe ich meinem 10 Monate Abendteuer in die Augen schauen wollen. Nach ca. 30 Stunden Flugzeit und Aufenthalte an verschiedenen Flughäfen konnte ich die schöne grüne Landschaft Aucklands zum ersten Mal sehen. Meine Gastmutter hat mich am Flughafen freundlich, aber mit Abstand empfangen. An diese Art meiner Gastmutter musste ich mich erst noch stark gewöhnen. Ich kann mich noch erinnern wie grausam mein Englisch war, als ich ihr sagen wollte, wie verwirrend der Linksverkehr doch sei.

 

In dem Haus meiner Gastfamilie hatte ich mein eigenes kleines Zimmerchen. In welchem ich immer wieder feststellen musste, wie neu doch alles war. Nicht mein Zimmer auch das Haus und die Landschaft, so wie eine ganz andere Kultur meiner indischen Gastfamilie und den „Einheimischen“. Auch sich nur auf Englisch zu unterhalten war neu und viel mir sehr sehr schwer. Dazu kam noch, dass ich tierisches Heim weh hatte. Welches den ersten Monat einfach nicht weggehen wollte.

 

Zum Glück habe ich sehr schnell einen sehr guten Draht zu Rianna, dem 4 Mädchen, gefunden. Sie hat mich schon nach wenigen Wochen bei all ihren Freunden als ihre große Schwester vorgestellt. Alle haben ein wenig komisch geguckt, da man auf Anhieb sehen konnte dass ich nicht ihre Biologische Schwester war. Die Blicke waren sehr lustig an zu sehen. Gemeinsam haben wir großartige Sachen, wie ein Prinzessinnenschloss, einige Zootiere, eine Kamera, eine Geige und vieles mehr gebastelt, gemalt und hatten draußen im Garten und auf dem Spielplatz viele geniale Momente. Je einmal die Woche sind wir zu Rianna’s Schwimmunterricht, Gymnastikunterricht und zur Story Time in der Bücherei mit dem Bus gefahren. Das war immer so eine Sache, da die Busse in Auckland nie pünktlich sind, musste ich die Kleine immer an der Bushaltestelle unterhalten. So haben wir verschiede Lieder mit dazu gehörigen Tänzen gesungen. Das war immer sehr lustig, besonders für die an uns vorbei fahrenden Autofahrer.

 

Meine Gastfamilie hat mich oft gefragt und einbezogen bei ihren Wochenendaktivitäten mit zu machen, besonders in den ersten Wochen. So bin ich öfter Essen gegangen als in meinem ganzen Leben. An einem meiner ersten Wochenenden war ein großes indisches Fest. „Geneshas Birthsday“. Der Elefanten Gott im Hinduismus hatte Geburtstag und ich bin mit meiner Gastfamilie zu Freunden gegangen und wir haben gemeinsam indische Süßigkeiten, die mir damals viel zu süß waren, geformt. Anschließend gab es eine kleine Zeremonie mit abschließendem Essen. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich einen Sari an. Ich kann nur sagen, der war richtig bequem.

 

Ein weiteres Hinduistisches Fest, Dewali dem Lichterfest, wurde mir durch meine Gastfamilie nähergebracht. Sieben Tage lang haben wir Ölkerzen erleuchtet, wir Frauen haben ein Rangoli „gemalt“. Hier zu haben wir einen kleinen Tisch als Untergrund genutzt und haben zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger das bunte großkernige Puder systematisch verstreut. An einem der Festtagsabenden sind wir auf das Dewalifest in der Stadt gegangen und meine Gasteltern haben mir vieles übe die Tänze, die Musik und das Aussehen der Menschen erzählt.

 

Nicht nur indische Traditionen habe ich durch meine Gastfamilie kennen gelernt. Wir haben auch einige Ausflüge gemeinsam unternommen. An einem Sonntag sind wir zu den „Hunua waterfall“ (ca. eine Stunde von Auckland entfernt) gefahren. Erst sind wir gemeinsam zu einem „look out“ gelaufen um den Wasserfall besser zusehen. Auf dem Weg haben sie mir einiges über den „silver fan“ erzählt. Anschließend hatten wir gemeinsam ein Picknick. Das war ein sehr schöner Tag an dem wir viel gelacht haben.

 

Nach kurzer Zeit, nach nur eine Woche, habe ich sehr schnell neue Menschen als meine Freunde bezeichnen können. Sie waren meist ebenfalls Au Pairs, die auch noch nicht lange hier in Neuseeland waren. So haben wir uns gegenseitig getröstet und aufgemuntert. Wir haben gemeinsam die ersten Ausflüge unternommen. So habe ich Auckland und Umgebung an meinen freien Vormittagen und Wochenenden erkundet und an verlängerten Wochenenden habe wir mit einer Hand voll Freundinnen und meist mit einem Mietwagen die Nordinsel angeguckt. So lag ich in Coromandel am Strand und bin in Taupo Fallschirm gesprungen.

 

Durch zwei extra Wochen haben meine Gasteltern mir ermöglicht im Januar mit zwei Freundinnen auf die Südinsel zu fahren und mir auch diese wunderschöne Seite Neuseelands anzugucken. Mit einem „hop on/ hop of“ Busunternehmen bin ich von Picton nach Queenstown, zum Milford Sound, Stewart Island, Dunedin, Christchurch und nach Kaikura gekommen und hatte eine unvergessliche Zeit.

 

Am 30. Mai fiel mir der Abschied dann doch schwerer als gedacht. Kurz vor der Abreise zum Flughafen haben wir noch schnelle „Familienfotos“ geschossen und dann ging es zum Flughafen, wo dann die eine oder andere Träne geflossen ist. Mit einem 3-wöchigen Stopp in Australien bin ich endlich wieder zu Hause in Deutschland gewesen. Es war echt eine recht lange Zeit, ohne Familie und „alten“ Freunden, aber ich kann für mich sagen, dass ich durch das Jahr nur stärker geworden bin, mehr Selbstbewusstsein gewonnen habe und viele neue Freunde überall auf der Welt gewonnen habe. Wenn ihr vor der Entscheidung stehen solltet ins Ausland zu gehen, besonderes nach Neuseeland, macht es. Es ist eine sehr gute Gelegenheit sein Englisch zu verbessern, neue Menschen und Kulturen und besonders ein fremdes Land kennen zu lernen. Es lohnt sich!

 

Marie-Claire Neßlinger

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beim indischen Sußigkeiten machen
Rangoli
Huka Falls
 
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