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Joana Leitsch berichtet aus Auckland (Neuseeland)

Lovely New Zealand!

Während meines letzten Schuljahres stellte ich mir wie so viele die Frage, was ich danach denn eigentlich machen möchte. Gleich anfangen zu studieren oder etwas von der Welt sehen und eine Zeit lang im Ausland verbringen?

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, was ich studieren möchte und mir die zweite Möglichkeit auch viel mehr zusagte, entschied ich mich als Demi-Pair nach Neuseeland zu reisen.

Das Programm ist mir auf der Internetseite von iSt, mit denen ich zuvor schon zwei wunderschöne Sprachreisen gemacht hatte, aufgefallen und erfüllte alle meine Wünsche: Au-pair Tätigkeit in einer neuseeländischen Familie, um Land und Leute kennenzulernen und nebenbei meinen Aufenthalt finanzieren zu können, in Verbindung mit einer Sprachschule, um mein Englisch zu verbessern und schnell neue, junge Leute zu treffen.

Die Wahl auf Neuseeland fiel mir relativ leicht. Schwieriger gestaltete sich die Frage nach dem Kursort: Wellington oder Auckland? Nach langem Überlegen und einigen E-mails mit iSt, die mir bei all meinen Fragen Rede und Antwort standen und mir damit bei meiner Entscheidung sehr geholfen haben, entschied ich mich für die pulsierende Millionenstadt und diesen Entschluss habe ich während meinem 6-monatigen Aufenthalt zu keiner Zeit bereut.

Nun konnte ich mich Anfang Februar bei iSt bewerben und bekam umgehend alle nötigen Bewerbungsunterlagen zugeschickt. Alles war super schnell erledigt und auch mein Flug war schon gebucht. Jetzt hieß es nur noch warten auf die Zusage einer Gastfamilie. 2 ½ Wochen vor dem Abflug wusste ich dann auch endlich bescheid, bei wem ich während meinem Abenteuer Neuseeland wohnen durfte. Nach erstem “Beschnuppern” per E-mail konnte ich es kaum noch erwarten in den Flieger zu steigen und so fiel mir auch der Abschied von meiner Familie und Freunden nicht allzu schwer.

Nachdem ich nun insgesamt 27 Stunden unterwegs war wurde ich von meiner Gastfamilie mit einer herzlichen Umarmung am Flughafen von Auckland begrüßt. Auch die 3 Kinder, um die ich mich kümmern sollte, waren mit dabei. Ich wurde von Anfang an so behandelt als wär ich ein Familienmitglied und dementsprechend fiel es mir auch sehr leicht, mich im Land der Kiwis einzuleben. Und auch in der Millionenstadt Auckland kam ich schnell zurecht, obwohl ich das Leben in einer Großstadt absolut nicht gewohnt war. Denn auch wenn Auckland mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern nicht gerade klein ist, hat es in seinen Suburbs einen eher ländlichen Charakter, da fast jede Familie sein eigenes Haus besitzt. Und trotzdem ist man mitten in der Stadt!

An meinem ersten Montag in Aotearoa ging es dann zum ersten Mal in die Sprachschule, die im modernen östlichen Teil der Stadt und auch nicht weit von den ausgewählten Gastfamilien entfernt liegt. Da es sich eher um einen kleinen Campus mit 3-4 Klassen handelt, fühlte ich mich dort von Beginn an mehr wie in einer großen Familie als in einer Schule. Dort lernte ich sofort viele Gleichgesinnte kennen und nach einer 1-wöchigen Orientationweek ging dann auch endlich der Unterricht los. Dieser war komplett anders als der Englisch Unterricht den man in Deutschland gewohnt ist und es machte mir unglaublich viel Spaß. Die neu gewonnenen Kenntnissen von Grammatik, Vokabeln, Aussprache usw. konnte man gleich in der Gastfamilie ausprobieren und so legte man auch sehr schnell jegliche Hemmungen, Englisch zu sprechen, ab. Auch wurde von der Schule immer wieder Aktivitäten und Ausflüge angeboten, bei denen man entweder die wunderschöne Landschaft erkunden oder sich zum Beispiel beim Indoor-climbing ausprobieren konnte. Freitags wurden dann immer die neuen Schüler begrüßt und diejenigen, die die Schule verlassen haben, mit einem Abschiedsfrühstück, bei dem jeder eine Kleinigkeit mitbrachte, verabschiedet.

In meiner Gastfamilie ging es genauso herzlich zu. Meine Hauptaufgabe bestand darin, Kaithan (7) und Madi (5) frühs für die Schule fertig zu machen, sie zur Schule zu begleiten, sie um 3 Uhr Nachmittags wieder abzuholen und ihnen dann bei ihren Hausaufgaben zu helfen und mich mit ihnen zu beschäftigen bis meine Gasteltern gegen 5 Uhr von der Arbeit nach Hause kamen. Meine Gastmutter brachte dann auch die Jüngste, Jasslyn (1), von der Daycare mit, die mich jedes mal mit einem Lächeln begrüßte und deren Charm ich einfach nicht widerstehen konnte und so meine “Spielzeit” mit den Kindern noch bis zum Abendessen freiwillig verlängerte. Leider entschied sich meine Gastfamilie nach jahrelangem Überlegen nun doch nach Australien zu ziehen und da ich gerade mal 2 von meinen fast 7 Monaten in Neuseeland verbracht hatte, fasste ich den Entschluss im Land zu bleiben und schwerenherzens meine Gastfamilie zu wechseln. Die Demi-pair-Koordinatorin bemühte sich umgehend um eine neue Familie für mich und nach nicht allzu langer Zeit war dann auch endlich eine passende Gastfamilie für mich gefunden. Obwohl Christian, Shante und Liani mit ihren 7, 10 und 12 Jahren schon um einiges älter waren als die Kinder der ersten Familie, waren meine Aufgaben gar nicht mal so anders. Ich betreute auch sie am Morgen, brachte sie zur Schule und holte sie dort auch wieder ab. Der einzige Unterschied: nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto! Da mir meine vorherige Familie aber schon ein Auto zur Verfügung gestellt hatte, war das absolut kein Problem für mich. Des Weiteren kochte ich an 3 Tagen in der Woche das Abendessen und brachte sie zu typisch neuseeländischen Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Rugby (bzw. Touch) und Netball. Da meine Gasteltern beruflich sehr beschäftigt waren, verbrachte ich viel Zeit mit den Kindern und baute so eine tiefe Freundschaft auf. Nach 4 Monaten miteinander fiel es mir und auch meiner Gastfamilie unglaublich schwer, tschüss zu sagen.

In beiden Gastfamilien hatte ich das Gefühl ein Teil ihrer Familie zu sein und ein Zuhause in Neuseeland zu haben. Und auch wenn ein Familienwechsel etwas ist, wovon viele gerade nicht träumen, habe ich dadurch einen Einblick in gleich zwei, doch sehr unterschiedliche Familien bekommen und viele Erfahrungen gesammelt, die ich sonst wahrscheinlich so hätte nicht machen können.

Meine Freizeit habe ich größtenteils mit Freunden, die ich in der Sprachschule kennengelernt hatte, verbracht. Egal ob gemeinsames Kaffeetrinken nach der Schule, abendliche Kinobesuche oder sich beim Zumba auspowern, an Spaß hat es nie gemangelt. An Wochenenden haben wir dann des Öfteren Ausflüge unternommen, um auch etwas von Neuseeland zu sehen. Das hat sich natürlich auf den nördlichen und mittleren Teil der Nordinsel beschränkt, da 2 Tage nie genug waren um längere Trips zu machen. Glücklicherweise konnte ich mir über Weihnachten 3 ½ Wochen von der Familie und der Schule frei nehmen und so gemeinsam mit einer Freundin die atemberaubende Südinsel bereisen. Diese Zeit war das absolute Highlight meiner Reise und ich würde jedem, der die Möglichkeit hat, sehr empfehlen, Gleiches zu tun.

Alles in allem, hatte ich in Neuseeland die beste Zeit meines bisherigen Lebens und habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, diesen Schritt gewagt zu haben. Auch wenn es hin und wieder Zeiten gab, in denen ich mir einfach nur Ruhe von Allem gewünscht und mich nach seiner Familie und Freunden gesehnt hat, sind die positiven Erfahrungen es allemal wert! 6 Monate überwältigende Landschaft, unglaublich hilfsbereite und freundliche Menschen, zwei wundervolle Gastfamilien, Freundschaften, die einem neue Blickwinkel ermöglichen, und vor allem Erinnerungen, die einem keiner mehr nehmen kann!

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