Bungendore: Nina Krimm

Erfahrungsbericht Au Pair in Bungendore – bei Canberra

Was mache ich nur nach dem Abitur? Diese Frage stand für mich lange Zeit im Raum. Gleich nach dem Abitur schon wieder lernen? Nein! Ich entschied mich dafür, erst einmal etwas von der Welt zu sehen, mal raus zu kommen, neue Erfahrungen zu sammeln.

Über Freunde hatte ich von iSt Erfahren, und entschied mich, dass ich auch gerne für 6 Monate in einer Gastfamilie in Australien leben wollte.

Meine Bewerbung erfolgte ziemlich kurzfristig, da ich immer noch am zweifeln war ob ich wirklich ganz alleine bis ans andere Ende der Welt fliegen sollte.

Kurz nach meiner Bewerbung erhielt ich auch schon einen Familienvorschlag, der mir sofort zusagte. Mutter, Vater, Sophie (6 Jahre) und zahlreiche Haustiere. Wir kommunizierten über E-Mails und mir war sofort klar, ich würde in diese Familie passen.

Im Juli ging es dann los, der Abschied von zu Hause war zwar nicht gerade einfach, doch ich war gespannt und aufgeregt, was mich in Australien erwarten würde.

Am Flughafen in Canberra wurde ich von meiner Gastmutter und meinem Gastkind, gleich mit einem Geschenk erwartet. Meinen Gastvater konnte ich leider noch nicht kennenlernen, da er zum Arbeiten für weitere 4 Monate im Ausland war.

Schnell hatte ich mich in unserem Frauenhaushalt in Bungendore eingelebt. Neben dem Spielen, und dem große Schwester sein, war mein Aufgabe unter anderem das Kind in ihre zahlreichen Sportvereine zu bringen. Und schon bald merkte ich, dass in dieser Familie kein Tag wie der andere ist und ich mich garantiert nie langweilen würde. Am einen Tag machten Sophie und ich eine Schatzsuche, am nächsten versuchten wir die größten Muffins der Welt zu backen und anschließend waren wir 2 Superhelden auf geheimer Mission.

In unserem kleinen Dort fühlte ich mich sofort wohl. Ich wurde Mitglied in einem Boxverein, lernte noch andere Au Pairs von dort kennen und konnte jeden Tag unzählige Eindrücke gewinnen.

Meine Gastfamilie ermöglichte mir sehr viel. Sie nahmen mich mit ins Theater, in Musicals und sogar in den Urlaub. Ich hatte die Möglichkeit ihr Auto zu nutzen, und konnte am Wochenende auch immer etwas weiter weg fahren mit meinen neuen Au Pair Freundinnen.

In Australien ist kein Tag wie der andere, ab und an, wenn es mal wieder Schwierigkeiten mit dem Kind gab überlegte ich, ob ich nicht lieber Work and Travel gemacht hätte, doch wenn ich nur 2 Tage übers Wochenende weg war, freute ich mich immer unheimlich wieder zurück in mein „zu Hause“ zu kommen.

Im November kam dann mein Gastvater wieder nach Hause. Anfangs war es für uns beide etwas ungewohnt, das in unserem zu Hause nun plötzlich noch eine Person ist. Doch wenn ich eins gelernt hatte in Australien, dann war es die offene Art der Australier zu schätzen und für mich zu übernehmen. Er behandelte mich sofort wie ein Familienmitglied und war sehr aufmerksam. Er dankte mir oft für alles was ich machte und war sehr hilfsbereit.

Nach meiner Au Pair Zeit bin ich noch 6 Wochen durchs Land gereist, habe viele neue Eindrücke gewonnen und nette Leute getroffen.

Alles in allem kann ich sagen, das es nicht einen Tag gab an dem ich meine Entscheidung nach Australien zu gehen bereut habe, ich habe jeden Tag genossen, und wurde jeden Tag trauriger, das die Zeit so schnell rum geht. In den ersten Wochen habe ich noch die Tage gezählt, wann ich wieder nach Hause kann, doch schon nach 4 Wochen war das vergessen, und ich musste die Tage zählen, in denen ich wieder nach Hause muss.

Meine Zeit in Australien war das Beste was ich je gemacht habe. Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Familie und habe viele neue Freundschaften geschlossen.