Auckland: Tanja Widmann

Ungefähr ein ¾ Jahr bevor ich tatsächlich nach Neuseeland gegangen bin habe ich angefangen mich im Internet über Organisationen zu informieren. Da ist mir IST dann ins Auge gestochen, weil ich über die Organisation keinerlei schlechter Bewertungen oder sonstiges im Internet finden konnte. Da dachte ich mir die Organisation muss gut sein und es ist sicher kein Fehler einfach mal hinzuschreiben und sehen was passiert. Innerhalb weniger Tage habe ich dann eine Email bekommen. Es wurde mit mitgeteilt, dass die Familien natürlich sicher gehen wollen, dass das au pair viel und vor allem gute Erfahrung mit Kindern hat. Also habe ich von allen Familien bei denen ich auf die Kinder aufgepasst habe eine Referenz ausfüllen lassen. Zusammen mit persönlichen Unterlagen (Brief, Fotocollage, Fragebogen, etc) von mir habe ich das dann alles an IST weitergeleitet. Die Mitarbeiter dort meinten dann, es könnte eine lange Zeit dauern, bis ich von Familien höre, da viele Familien erst sehr kurzfristig ein au pair suchen. Zwei Wochen später hat sich jedoch schon die erste Familie gemeldet. Zwei Tage später kamen drei weiter Angebote. Ich war total überrascht wie schnell das ging und habe sofort allen Familien geschrieben. Nach zwei Tagen dann habe ich das erste Skype Gespräch gehabt und weiter 5 Tage später sagte mir die erste Familie das sie mich gerne als ihr au pair haben möchten. Sie gaben mir auch die Email Adresse ihres derzeitigen au pairs. Ich hatte dann Kontakt mit ihr und hab der Familie zugesagt. Ich blieb dann in ständigem Email Kontakt mit meiner zukünftigen Gastfamilie bis ich dann Mitte Januar nach Neuseeland geflogen bin.

Ich war sehr aufgeregt, als ich dann zum Flughafen gegangen bin. Meine Flüge sind super verlaufen und 1 ½ Tage später bin ich dann in Neuseeland angekommen. Am Flughafen hat mich dann meine Gastmutter mit Honor (3 ½ Jahre) abgeholt. Als wir dann zu Hause angekommen sind, hab ich dann meinen Gastvater, Maia (1 ½ Jahre) und Mirjam das „alte“ au pair kennen gelernt. Nach einer kurzen Führung durchs Haus und einem Abendessen bin ich dann auch direkt ins Bett gegangen. Die ersten beiden Wochen meiner Zeit in Neuseeland war dann Mirjam noch da, welche mir alles gezeigt hat und mir meine ersten Wochen somit wesentlich erleichtert hat. Durch sie habe ich direkt ein paar au pairs kennen gelernt und schon etwas von der Stadt gesehen. Wobei ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich in dieser großen Stadt Auckland zurecht gefunden habe.

Mit den Kindern lief von Anfang an alles super. Nachdem Mirjam weg war, haben die Kinder auch angefangen eine Beziehung zu mir aufzubauen. Die Mädels wollten dann auch wirklich sehr gerne Zeit mit mir verbringen. Ich war ganz oft im Zoo, im Aquarium, auf Spielplätzen, im Freibad, etc. Auch mit Freundinnen und deren „au pair Kindern“ habe ich mich ganz oft getroffen, weil es so natürlich viel mehr Spaß macht, wenn man immer etwas Abwechslung hat und mit Freunden macht es natürlich doppelt Spaß. Nach zwei Monaten nach einem Wochenend-Trip hat mir dann Honor als ich zurückgekommen bin sogar gesagt, das sie mich vermisst hätte. Daran merkt man dann natürlich wie sehr die Kinder eine Beziehung zu einem aufbauen.

Im April dann wurde Niko geboren. Das heißt ab diesem Tag hatte ich 3 Kinder nach denen ich schauen musste. Es wurde selbstverständlich anstrengender. Aber es war auch die beste Erfahrung die ich in meinem Leben machen durfte, zu sehen wie ein Baby wächst. Ich muss jetzt leider gehen wenn Niko 7 ½ Monate alt ist, das heißt ich verpasse leider seine ersten Worte, seine ersten Schritte, … jedoch durfte ich sehen, wie er das erste mal um gerollt ist, gesessen hat und gekrabbelt ist. Worüber ich auch sehr froh bin.

Wenn meine Gastfamilie in den Urlaub gefahren ist, war ich natürlich immer dabei. Wir waren einmal für eine Woche auf der Südinsel und 2 mal für ca eine Woche im Strandhaus in Coromandel. Dadurch merkt man natürlich auch das man schon Teil der Familie ist, wenn man wirklich überall mit hingenommen wird.

An meinen Freien Wochenenden habe ich immer ganz viele Trips gemacht, um Neuseeland zu „erforschen“. Durch die Organisation vor Ort hat man ganz viele Möglichkeiten um Neuseeland kennen zu lernen – die organisieren nämlich ganz oft Ausflüge in verschiedenen Städte, Inseln, Strände,... Wenn man also keine Lust hat was selbst zu Organisieren, kann man jederzeit auf deren Angebote zurückgreifen. Ich jedoch habe ganz selten was mit der Organisation gemacht sondern bin meistens mit meinen Freunden auf eigene Faust losgefahren. Wodurch man natürlich weniger Leute kennen gelernt hat aber spontaner war. Ich finde es hat definitiv beides seine Vorteile! Ich bin am Wochenende auch ganz oft in Auckland geblieben und habe mir hier verschiedenen Sachen angeschaut oder hab einfach nur zu Hause relaxt. Aber langweilig werden tut es einem hier definitiv NIE!

Ich würde es jederzeit wieder machen. -und rate jedem einmal in seinem leben etwas wie das zu machen! Es war definitiv die beste Zeit meines Lebens in Neuseeland und ich werde das Land und meine Gastfamilie sehr vermissen!!!

 

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