Auckland: Caroline Hoppe

Es war schon immer ein Traum von mir nach Neuseeland zu gehen und dies nach meinem Schulabschluss zu verwirklichen, schien mir die beste Gelegenheit. Durch Internetrecherchen bin ich auf IST-Sprachreisen gestoßen, habe Informationsmaterial angefordert und diese auch nach wenigen Tagen in meinem Briefkasten gehabt.

Nach einigem Hin und Her habe ich mich schließlich für einen sechsmonatigen Au Pair Aufenthalt entschieden, meine Bewerbung ausgefüllt und abgeschickt. Kurz darauf kamen alle Bewerbungsunterlagen für die Familie und detaillierte Informationen über alle Dinge, dich ich benötige, wie z.B. das Visum, Flug, Versicherung usw. So konnte ich alles relativ schnell organisieren und meine Bewerbungsmappe abschicken. Nach einigen Wochen habe ich dann ein Familienangebot in Auckland bekommen und gleich begonnnen, E-Mails mit ihr zu schreiben.

Wir haben uns gleich gut verstanden und auch einige Male geskypt, was ich sehr gut fand, da ich ja so die Familie und die Kinder sehen und hören konnte. Nach kurzer Zeit haben sie mich dann gefragt, ob ich ihr Au Pair werden möchte, was ich natürlich fröhlich angenommen habe. Ende August ging es dann los. Natürlich war ich schon etwas nervös vor dem langen Flug und wie es wohl ist, in einer vorerst fremden Familie, in einem fremden, weit entfernten Land mit einer anderen Sprache zu leben. Doch zum Glück waren alle Sorgen unbegründet.

Meine Gasteltern und ihre beiden Kinder (damals 4 und 1,5) haben mich herzlich aufgenommen, sodass ich mich gleich heimisch gefühlt habe und an Heimweh oder ähnliches gar nicht zu denken war. Ich habe mich schnell eingewöhnt, meine Gastmutter hat mir alle Aufgaben geduldig gezeigt und erklärt. Schnell hatte ich meine tägliche Routine bei der Kinderbetreuung und bei den Aufgaben im Haushalt. Mein Englisch wurde von Tag zu Tag fließender und die Hemmungen, in einer fremden Sprache zu sprechen, immer geringer.

In meiner Freizeit hatte ich genügend Zeit, jeden Tag ins Fitnessstudio zu gehen, zu lesen oder spazieren zu gehen. Am Wochenende hatte ich immer frei, und konnte so entweder Ausflüge mit meiner Familie unternehmen, bei denen ich immer willkommen war, oder mich mit anderen Au Pairs treffen. Nach einigen Wochen kannte ich mich gut in Auckland aus und traf mich regelmäßig mit einem anderen Au Pair, die nun eine gute Freundin geworden ist. An einigen Wochenenden sind wir auch weggefahren, um andere Teile Neuseelands zu sehen, da es wirklich ein vielfältiges Land ist. Ein Highlight darunter waren die “Sevens”, eine Rugbymeisterschaft in Wellington, die wir uns angesehen haben.

Mit “meinen” Kindern habe ich mich sofort gut verstanden und sie haben mich gleich akzeptiert. Ob Bücher vorlesen, Verstecken spielen, auf den Spielplatz gehen oder tanzen- ich hatte immer viel Spaß mit den Beiden und im Grunde kaum Probleme. Auch mit meinen Gasteltern hat sich ein eher freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und ich fühlte mich wirklich als Familienmitglied. Manchmal haben wir abends noch zusammen gesessen, uns unterhalten oder einen Film geschaut und in den Familienurlaub bin ich auch jedes Mal mitgefahren.

Neuseeland ist wirklich ein traumhaftes Land. Die Landschaft ist wunderschön und die Menschen sehr freundlich, immer hilfsbereit und gelassen.

Ich werde meine Zeit hier, die Leute und Orte, niemals vergessen und hoffe sehr, eines Tages noch mal herkommen zu können.

Ich kann Neuseeland und Au Pair nur empfehlen, da es einfach so viele positive und wichtige Aspekte verbindet: Reisen, Selbstständigkeit, Lernen/Verbessern einer Sprache, Arbeiten/ Geld verdienen und Zeit mit Kindern verbringen.

Caroline Hoppe