Auckland: Christiane Pletl

Heya!

Mein Name ist Christiane Pletl und ich bin jetzt schon seit fast 10 Monaten am anderen Ende der Welt als Aupair tätig. Mit diesem Erfahrungsbericht ermögliche ich euch, allen zukünftigen Aupairs, hoffentlich einen guten Einblick in das Leben hier, im vermutlich
schönstem Land der Welt.

Meine Reise begann letzten Juli und brachte mich nach endlosen Stunden über den Wolken dann an den Flughafen der größten Stadt Neuseelands: Auckland, mein künftiger Wohnort für die nächsten 12 Monate.
Die „Orientation Days“, welche sich während meiner ersten drei Tagen in Neuseeland abspielten, bereiten Einen auf das künftige Leben als Aupair vor und bieten eine gute Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen. Zu diesen Orientierungstagen gehören
beispielweise ein „Child First Aid Course“ (Erste Hilfe Kurs speziell am Kind), das Eröffnen eines Bankaccounts, Informationen über Land und Leute, eine theoretische Fahrstunde und natürlich eine Menge Spaß mit den herzlichen Betreuerinnen und den anderen Aupairs.

In meiner Familie habe ich mich vom ersten Tag an super wohl gefühlt. Die Kids sind 5, 6 und 11 Jahre alt (also vormittags über in der Schule) und absolut liebenswert! Die Drei sind charakterlich so unterschiedlich und sind mir auch so ans Herz gewachsen!
Zu meinen Aufgaben zählen: Aufwecken der Kinder (falls diese noch nicht wach sind), Helfen beim Fertigmachen für die Schule (was, je nachdem wie müde sie sind, mal mehr und mal weniger problemlos abläuft :D), Zubereiten der Lunchboxen, Kinder zur Schule
bringen und später wieder einsammeln, Waschen der Wäsche, Putzen der Küche und der Badezimmer, Staubsaugen aller anderen Zimmer (Neuseeländische Häuser haben meist in sämtlichen Zimmern Teppichboden :D ), Beseitigen der Geschirrberge, Helfen mit den
Hausaufgaben, Nachmittagsbeschäftigung (z.B. Spielen, Basteln, Bücherei, Basketball-und Netballtraining, …).

Neuseeland ist ein traumhaftes Land für Aupairs! Neben der Tatsache, dass dieses nicht allzu große Land so facettenreich im Hinblick auf die Natur und Landschaft ist, sind auch die Kiwis sehr aufgeschlossen und lieben ihre sommerlichen BBQ-Abende und Rugby. Das Wetter in Auckland ist im Winter nicht allzu kalt (aber es kann schon mal vorkommen, dass man trotz Sonnenschein von einem plötzlichen Regenschauer überrascht wird) und im Sommer angenehm warm/heiß.

Und achja: Um das Autofahren muss man sich überhaupt keine Sorgen machen! Die meisten Autos sind Automatikautos. Somit muss man sich keinen Kopf über das Schalten machen, was die Sache eindeutig erleichtert. Nachdem ich mich an die zahlreichen Kreisverkehre gewohnt hatte, war das Fahren gar kein Problem mehr.

Weil ich während der Wochenenden nicht arbeiten muss, nutze ich diese um mit meinen neu gewonnenen Freunden die Nordinsel zu bereisen: Vom Tongariro Crossing (ein 19km langer Wanderweg durch eine aktive Vulkanlandschaft) über Sandsurfing Glühwürmchentouren durch finstere Höhlen, Bungyjumping, Baden in Wasserfällen, einen Besuch in Hobbiton und gefühlten 24874 Strandtagen bis zu unvergesslichen Wanderwegen durch die neuseeländischen Regenwälder oder den Nächten unterm Sternenhimmel!

Da ich für ein ganzes Jahr als Aupair bei meiner Familie arbeite, werden mir 4 ganze Urlaubswochen gezahlt. So kam es, dass ich für fast 3 Wochen auf der Südinsel im Januar unterwegs war und mir dann auch noch meinen australischen Traum erfüllte: 2 Wochen
von Cairns nach Sydney (Würde dann aber für diese 2500km mit dem Bus doch mehr als 2 Wochen empfehlen ;) ).

Für mich war es absolut die richtige Entscheidung nach Neuseeland zu gehen! Ich hatte hier die bisher beste Zeit meines Lebens. Mein Aufenthalt hier hat mir sehr viel gebracht: Abgesehen davon, dass sich mein Englisch deutlich verbessert hat, habe ich mich selbst sehr verändert: Ich bin viel flexibler und spontaner als noch vor einem Jahr, kann mich in herausfordernden Situationen sehr viel besser zurecht finden, bin auch im Umgang mit anderen Menschen viel offener und es bot sich mir die Möglichkeit auch mal „über den
eigenen Tellerrand hinauszuschauen“. Ich habe viele Freunde von allen möglichen Ländern hier gewonnen und kann gar nicht erwarten, ihnen allen mal einen Besuch in ihrem jeweiligen Heimatland abzustatten. Aber erst einmal geht es in knapp 2 Monaten, die
hoffentlich noch mit einer Menge unendlich guten Augenblicken und Abenteuern gefüllt werden, mit einem zweiwöchigen Abstecher nach Malaysia und Singapur wieder zurück nach Deutschland! Ich weiß jetzt schon, dass ich meine Familie hier und alle Freunde sehr
vermissen werde.

“You will never be completely at home again, because part of your heart always will be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.”

Cheers,
Christy

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