Eagle: Jana Schuster

Hallo werdendes Aupair!

Mein Name ist Jana Schuster und ich war ein Aupair in Eagle/Colorado für ein und ein halbes Jahr. Mit meinem Erfahrungsbericht möchte ich dir gerne helfen… Ich muss sagen, dass diese Zeit in USA mein Leben verändert hat. Mit einem Aupair Jahr lernst du mehr als du dir vorstellen kannst, aber nun werde ich dir berichten, was ich erlebt habe und gelernt habe.

Jedes Aupair muss als erstes nach New York fliegen und muss an einem Workshop teilnehmen… Im August ging es bei mir los. Ich musste mich verabschieden von meinen Freunden und von meiner Familie. Es war nicht gerade leicht, ich wollte stark sein aber die Tränen sind geflossen. Als ich dann ins Flugzeug gestiegen bin, war ich total aufgeregt, das erste Mal fliegen und das erste Mal in die USA und dann gleich nach New York. Am späten Nachmittag bin ich in New York gelandet und habe die ersten Aupairs gesehen. Es war so aufregend, man kannte niemanden und vor allem kannte man die Umgebung nicht. Ich war glücklich, als ich im Hotel YMCA war und mein Zimmer bekam.
In dem Hotel waren so viele Aupairs, aus Frankreich, Brasilien, der Schweiz und natürlich Deutschland. Die ganze Woche hatten wir unseren Workshop. Der Workshop war richtig toll, vor allem weil man Mädchen kennen lernt und man sich nicht mehr so alleine fühlt. Es machte auch sehr viel Spaß andere Mädchen aus anderen Ländern kennen zu lernen.

Am Freitag war nun der Workshop zu Ende und es ging weiter zu meiner Gastfamilie. Ich weiß noch genau, dass ich ganz viele Schmetterlinge im Bauch hatte. Nun konnte ich meine Familie sehen, mit der ich nur am Telefon gesprochen und E-Mails geschrieben habe. Die letzen 5 Minuten im Flugzeuge zum Eagle Airport, waren so lang. Ich war aufgeregt und das Adrenalin war sehr hoch in meinem Blut. Nun würde ich bei einer Familie leben, die ich zuvor noch nie gesehen hatte, nur auf Fotos. 

Ich bin ausgestiegen aus dem Flugzeug und konnte schon meine Gastfamilie sehen. Die 3 Kinder hielten ein großes Plakat mit „Welcome Jana“ drauf. Mein Gastvater und die 3 Kinder haben auf mich gewartet und sich riesig gefreut. Mit dem Moment war alles weg, die Aufregung und die Zweifel. Ich war nun das fünfte Aupair in der Familie, daher wusste die Familie was auf sie zukommt. Die Kinder waren einzigartig. Meine drei Kinder waren acht Jahre und die Zwillinge sechs Jahre. Meine erste Woche in der Familie war richtig aufregend. Ich lernte die Familie ein bisschen näher kenne und ich hatte die ganze Woche Zeit jedes Kind einzeln kennen zu lernen. Ich hatte das Glück, dass die Kinder nicht schüchtern waren und ich konnte gleich mit ihnen spielen.

Ein kleines Problem war die Sprache. Zwar hat meine Gastmutter immer gesagt, dass mein Englisch sehr gut wäre, aber manche Wörter wusste man halt nicht. Und vor allem ist Schulenglisch und „richtiges“ Englisch ein bisschen anders. Aber nach ein paar Wochen hatte ich mich daran auch gewöhnt.

Meine Gastfamilie hat sich sehr gut um mich gekümmert und sich auch immer Sorgen gemacht, wenn ich ein Problem hatte. Natürlich habe ich auch was erlebt, mit meiner Gastfamilie. Im September ist die ganze Familie nach Utah/ Moab gefahren und ich konnte den „ Arches National Park“ sehen. Im November sind wir dann nach Scottsdale/ Arizona gefahren. Meine Gasteltern hatten mich gefragt ob ich gerne den „Grand Canyon“ sehen wollte. Natürlich habe ich „ja“ gesagt. Damit habe ich auf dem Weg nach Scottsdale auch den „Grand Canyon“ gesehen. Diese zwei Fahrten waren so zu sagen nur ein verlängertes Wochenende, daher mussten wir noch einen richtigen Urlaub machen. Aus diesem Grund sind wir für ein und eine halbe Woche nach Mexiko geflogen. 
Aber als ob das nicht genug gewesen wäre, hatte ich das Vergnügen fast jeden Tag im Winter snowboarden zu gehen. Ich hatte das Glück, da meine Kinder schon im Schulalter waren, jeden Tag im Winter auf die Piste in Beaver Creek, Vail oder Keystone zu gehen, bis die Kinder von der Schule gekommen sind.
Ich könnte noch soviel schreiben, aber ich denke jeder sollte seine Erfahrungen selber machen. Ein Jahr Aupair, oder vielleicht länger, bringt so viel. Als erstes wird man sehr gut in der Sprache, man lernt eine andere Kultur kennen und man lernt noch wie man mit Kinder umgehen sollte. Es ist eine Erfahrung für dein Leben, und ich kann es nur weiterempfehlen.

Und damit möchte ich mich auch bei iSt bedanken. Ihr macht einen sehr guten Job.

Danke eure Jana