Ann Arbor: Christina Quast

Von Hamburg nach New York City und dann zu meinem neuen Zuhause in Ann Arbor, Michigan. Das war schon mal eine der aufregendsten Wochen in meinem Jahr als Au Pair. Die schönste Zeit meines Lebens sollte beginnen.

Ich wurde sehr herzlich in meine Gastfamilie aufgenommen und habe mich auch schnell wohl gefühlt. Natürlich musste ich mich erst an die neue Umgebung und Kultur gewöhnen, doch das sollte nicht lange dauern. Janine und Bill, meine Gasteltern, hatten schnell mein Vertrauen und die drei Kinder hatte ich auch gleich in mein Herz geschlossen. Am Anfang hatte ich nicht viel Zeit, um Heimweh zu haben.

Kaum war ich angekommen, ging es schon nach Kalifornien und kurz darauf nach Atlanta. Da wusste ich noch nicht, wie außergewöhnlich mein Jahr als Au Pair werden sollte. Jetzt im nachhinein würde ich sagen, dass es kein typisches Au Pair Jahr war, denn ich hatte einfach die beste Gastfamilie, die man kriegen konnte.:-)

Mein Tag begann in der Regel um 7:30 Uhr. Ich habe den Kindern Frühstück gemacht und musste zusehen, dass ich sie um 8:30 Uhr fertig draußen am Schulbus hatte. Die beiden Jungs kamen dann erst wieder um 16:00 Uhr aus der Schule und somit war ich die ganze Zeit alleine mit der Kleinen (sie ist jetzt zwei Jahre alt).

Wir sind zusammen in den Park gegangen oder einfach zum Nachbarskind, um mit ihr zusammen zu spielen. Sie hatte sehr viel Spaß am Malen und anderen kreativen Dingen. Manchmal haben wir einfach Musik gemacht und sie fing an zu tanzen. Es war spannend zu beobachten, wie sie sich in dem einen Jahr weiterentwickelt hat und immer mehr Wörter sprechen lernte. Nach dem Mittagessen hat sie immer noch einen Mittagsschlaf gemacht und da hatte ich dann Zeit, mich um die Wäsche zu kümmern oder einfach das zu tun, was ich wollte.

Nachdem die Jungs dann aus der Schule kamen und einen kleinen Snack zu sich genommen hatten, haben wir uns erstmal um die Hausaufgaben gekümmert. So gegen 18:00 Uhr hatte ich dann meistens frei, nur an einigen Abenden habe ich auch mal gearbeitet, weil meine Gasteltern gerne auch mal zusammen ausgingen. An den Wochenenden musste ich sehr selten arbeiten. Dann hatte ich Zeit das zu tun, was ich wollte oder mich mit meinen Freunden zu treffen. In diesem einen Jahr habe ich so viele Leute kennengelernt, und ich hoffe, dass wir auch immer in Kontakt bleiben werden. Ich vermisse jeden einzelnen jetzt schon.

Ich zähle es mit Abstand zu der besten Erfahrung in meinem Leben und am liebsten möchte ich gleich wieder zurück. Du lernst so viel neues kennen und siehst einfach mal, wie sich das anfühlt, in einem anderen Land zu leben. Du schließt neue Freundschaften und hast die Möglichkeit, dir verschiedene Orte anzusehen. Ich würde es jedem, der mich fragt empfehlen, diese Erfahrung zu machen. Man kann es mit Worten gar nicht richtig beschreiben wie es ist,..... für mich war es einfach großartig!