Eden Prairie: Verena Hartung

Mein Jahr als Au Pair! Wie war es? Diese Frage habe ich im vergangenen halben Jahr mindestens 50 Mal, wenn nicht öfter zu hören bekommen. Tja aber so einfach ist es gar nicht mal eben in 3 Minuten zusammenzufassen, wie das Jahr in den USA so war. Ich möchte nun mal versuchen, hier einen kompletten Bericht über das Jahr in den USA und meine Organisation (iSt) zu schreiben.

Angefangen hat im Grunde alles damit, das ich für ein High School Jahr in die USA gehen wollte, doch das klappte aus finanzieller Sicht nicht und so dachte ich damals, na gut, dann machst du jetzt erst mal das Abi und dann kannst du, wenn du dann noch willst, ja als Au Pair weggehen. Mit Kinder bin ich eigentlich schon immer gut klar gekommen und so verschoben sich meine Pläne dann halt um 3 Jahre.

Ende der 12. Klasse dachte ich zum ersten Mal wieder an meine Idee, ein Jahr in den USA zu verbringen und sprach mit meinen Eltern darüber. Im Grunde wusste ich ja schon, dass sie meine Pläne unterstützen würden, war doch das High School Jahr nur am Geldmangel gescheitert. Nachdem ich auch das OK von meinen Eltern hatte, begann ich mir von verschiedenen Organisationen Infomaterial zuschicken zu lassen und begann meine Auslese. Zum Schluss blieb iSt über und so bewarb ich mich dort, um in das Au Pair Programm aufgenommen zu werden.

Nach ein paar Tagen bekam ich dann einen Brief mit einem Termin zum Bewerbungsgespräch. In dem Schreiben war angekündigt worden, dass das Gespräch auf Englisch stattfinden würde, das bereitete mir die größte Sorge, denn ich war in der Schule nie eine besonders gute Englischschülerin und war immer schon froh, wenn ich eine 3 auf dem Zeugnis stehen hatte...

Mit einem recht mulmigen Gefühl fuhr ich also im Sommer nach Düsseldorf zu meinem Vorstellungsgespräch. Das Gespräch verlief jedoch recht locker. Mir wurde was zu trinken angeboten und dann ging es los. Ich musste einen Test (auf englisch) machen, so eine Art Psychotest, typisch amerikanisch mit mulitible choice.

Nach dem Test unterhielt sich der Interviewer mit mir und zwar auf deutsch, er wollte noch mal wissen wieso ich Au Pair werden wollte und ob ich mir so eine große Verantwortung zutrauen würde etc. Zum Schluss spielten wir noch Situationen auf englisch durch. Z.B. war der Interviewer ein 2-3 jähriger Junge, der beim einkaufen Schokolade haben wollte, ich war aber von den Eltern angewiesen, ihm keine Schokolade zu kaufen. Ich versuchte ihm was anderes anzudrehen doch er wollte nicht.... ich blieb dabei, das es keine Schokolade gibt... Habe mich ganz gut auf englisch verständigen können.

Nach ungefähr 1 ½ Stunden verließ ich das Büro von der Organisation wieder und nach drei Tagen hatte ich meine Unterlagen zur Aufnahme ins Programm im Briefkasten! Anfang Dezember schickte ich meine komplett ausgefüllten Unterlagen zurück an die Organisation nach Dresden. Diese überprüft alles noch mal und ich erhielt ein Schreiben, dass ihnen meine Unterlagen gut gefallen würden uns sie sie jetzt in die USA zu ihrer Partnerorganisation senden würden. Ich müsse jetzt etwas geduldig sein und auf Anrufe von Familien warten. Da es aber erst Ende Dezember war und ich als Abflugsmonat Juli bis September abgeben hatte, könnte es sein, dass sich interessierte Familien erst später melden würden. Nun hieß es also warten, warten und nochmals warten.

Ich wurde langsam nervös als sich bis Ende April immer noch keine Familie bei mir gemeldet hatte. Es tat sich einfach nichts, ich dachte schon das klappt bestimmt nicht, dich will gar keine Familie haben.

Anfang Juni kam der erste Anruf aus den USA. Ich telefonierte zum ersten Mal mit meiner zukünftigen Gastfamilie und einen Tag später kam die Bestätigung von der Organisation, dass mich die Familie ausgesucht hätte und ob ich mir vorstellen könnte, mit ihnen zu leben. Ja, das konnte ich!!

Wie hat man sich so ein erstes Telefonat mit seiner eventuell zukünftigen Gastfamilie vorzustellen? Komisch, sehr komisch. Zum einen war ich mir nicht sicher, ob ich sprachlich alles hinbekommen würde und zum anderen bekommt man von der Organisation immer wieder gesagt, man sollte sich Fragen, die man der Familie stellen möchte, am besten schon bereit legen, denn so ein Anruf kommt ja meist ohne Vorankündigung.

Ok, bei mir war das etwas anders, denn ich hatte eine Vorwarnung auf dem Anrufbeantworter, weil ich bei dem ersten Anruf der Familie nicht zu Hause gewesen war, aber wirklich förderlich war das auch nicht, denn so war ich noch nervöser, als wenn ich einfach abgenommen hätte, ohne vorher zu wissen, das werden sie bestimmt sein.

Meine Gastmutter hatte sich schon kurz auf dem AB vorgestellt und erzählt, wo sie wohnen und wieviele Kinder sie haben und sie würde es abends nochmal versuchen. Ich saß also den ganzen Abend total nervös rum und wartete auf DEN Anruf, als er endlich kam war ich tierisch nervös... Meine Gastmutter erzählte und erzählte... von ihrer Familie, von den Kinder, dass sie schon 2 AuPairs aus Deutschland hatten. Sie stellte mir jede Menge Fragen, besonders wichtig war dabei die Frage, ob ich einen Freund habe und ob ich Vegetarierin wäre, denn sie würden gerne Fleisch essen und hatten schon einmal ein Au Pair, dass kein Fleisch aß und das wollte sie nicht nochmal machen mit dem extra kochen und so.

Nachdem meine Gastmutter ca. 45 Minuten das Telfongespräch bestimmt hatte, kamen wir zu dem Teil, an dem ich meine Fragen hätte los werden können, doch all die tollen Fragen, die ich mir zurecht gelegt hatte, waren im Laufe des Gespräches schon geklärt worden. Toll dachte ich, das macht ja jetzt ´nen spitzen Eindruck, wenn du nix zu fragen hast... Aber ich glaube, meine Gastmutter fand das gar nicht so schlimm, denn als ich ihr gesagt habe, dass sie im Grunde schon alles gesagt hatte, was ich wissen wollte, schien auch sie etwas erleichtert. Sie fragte mich nach meiner Email-Adresse und sagte mir, sie werde mir einen Link zu ihrer Familienhomepage schicken, da könnte ich mir ja, wenn ich Interesse hätte, Fotos anschauen. Außerdem sagte sie mir, sie werde noch mit einem anderen Mädchen telefonieren und sich morgen wieder bei mir melden, um mir zu sagen, für wen von uns beiden sie sich entschieden hätte.

2 Stunden später hatte ich eine Email von meiner Gastmutter mit dem Link und noch jede Menge Text, was alles drin stand weiß ich nicht mehr, es hörte sich jedenfalls sehr positiv an und ich sollte mir überlegen, ob ich zu ihrer Familie kommen wolle.

Nun stand es also fest, am 10.7. würde ich ab Düsseldorf Richtung New York fliegen, um dort am 4 Tage langen Workshop für AuPairs teilzunehmen. Von dort aus würde es dann am 14.7. weitergehen zu „meiner“ Familie nach Minneapolis im Bundesstaat Minnesota.

Bevor es richtig losging, musste noch einiges geregelt werden, zum Beispiel musste ich das Visum für das Jahr beantragen und ich machte mich auf die Suche nach möglichst passenden Gastgeschenken. Für meine Gasteltern kaufte ich ein Buch über Deutschland und ein Räuchermännchen mit Räucherkerzen. Für Sarah (sie würde 5 sein wenn ich komme) kaufte ich das Kartenspiel Halli Galli junior, für Katie (gerade 3 Jahre) eine Handpuppe und für Mia ( 3 Monate alt) ein Stofftier.

Na ja, und wenn es dann so weit ist und man sich von allen Leuten, die einem sehr wichtig sind, verabschieden muss, dann ist das schon sehr schwer. Auf der einen Seite freut man sich wahnsinnig und ist total aufgeregt und auf der anderen Seite ist man traurig. Ich sehe noch heute das Bild, wie meine Eltern am Flughafen stehen und meine Mama weint und mir zuwinkt so lange ich sie sehen konnte.

Der Flug nach New York kam mir wie eine Ewigkeit vor, obwohl ich ein anderes zukünftiges Au Pair neben mir sitzen hatte und wir uns recht gut unterhalten haben. Endlich in New York angekommen fehlte einer meiner Koffer (natürlich der, in dem die Sommerklamotten steckten und der mit den Wintersachen war da). Mein Koffer kam erst Donnerstag Abend in New York in dem Hotel an, wo der Workshop stattfand und Freitag ging es weiter nach Minneapolis.

Irgendwann ging auch mal die noch so lang erscheinende Zeit in New York um und dann ging es weiter in die Gastfamilien. In meinem Fall (und das ist bei den meisten so) mit dem Flugzeug. Drei Stunden ging der Flug von New York nach Minneapolis, also eine lange Zeit, um sich Gedanken zu machen und so richtig nervös zu werden. Die Nervosität schien sich von Minute zu Minute zu verschlimmern.

Auf dem Weg vom Flugzeug durch den Gate bis in den Terminal, wo meine komplette Gastfamilie auf mich wartete, dachte ich "Was machst du hier eigentlich, ich muss total bescheuert gewesen sein und ich will das nicht, ich will zu Hause sein, ich kann das nicht, ich schaff das nicht“! Wenn ich genau in der Sekunde die Möglichkeit gehabt hätte umzudrehen und wieder nach Hause zu fliegen, ich glaube ich wäre nicht aus dem Flieger ausgestiegen. Aber es war wirklich nur ein einziger Moment, an dem ich so fest entschlossen gewesen wäre, alles hinzuschmeißen, danach gingen mir schon wieder ganz andere Dinge, wie "Hoffentlich sind sie da, hoffentlich finde ich sie und oh Gott was mache ich, wenn ich sie nicht erkenne" durch den Kopf, doch auch diese Gedanken konnte ich nicht zu Ende denken, denn schon war ich raus aus dem Gate und sah meine Gastfamilie vor mir stehen. Nichts anderes habe ich gesehen, nur meine Gastfamilie, die ich zum Glück von Fotos her kannte.

Die Zeit im Flughafen und der Weg "nach Hause" kamen mir auch sehr komisch vor, irgendwie hab ich da jegliches Zeitgefühl verloren gehabt, denn zum Beispiel erschien mir die Fahrt so, als ob wir 2-3 Stunden unterwegs gewesen sind, es können aber höchstens 40 Minuten gewesen sein...

So, da war ich nun. Also, hier würde ich ein Jahr lang leben. Das Wochenende verlief recht locker, ich konnte ausschlafen und Liz (meine Gastmutter) ging mit mir eine Liste an Regeln für die Kids durch, was ich mit ihnen machen durfte und was lieber nicht. Außerdem war ich mit Liz einkaufen und durfte mir erst mal alles mitnehmen, was ich „zum überleben“ brauchte. Ich versuchte, möglichst viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, damit wir uns aneinander gewöhnen konnten.

Montags war dann im Grunde der erste Arbeitstag, aber meine Gastmutter blieb noch „zu Hause“ (ihr Büro war das erste halbe Jahr im Keller des Hauses). Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war das eigentlich ein ziemlich komischer Tag, na ja, aber das Gefühl hatte ich damals nicht, wahrscheinlich weil eh alles neu und irgendwie komisch für mich war.

Das das Büro meiner Gastmutter direkt im Keller war, hatte Vor- und Nachteile, denn sie war zwar immer da, wenn ich sie gebraucht habe, aber das ein oder andere Mal kam sie auch hoch, wenn ich sie nicht hätte oben haben wollen, nur weil sie was gehört hatte und dachte sie müsse mir helfen.

Man braucht seine Zeit, um mit den Kindern klarzukommen, denn zum einen versteht man nicht alles, was sie sagen und zum anderen kennt man ihre ganze Eigenarten und so weiter sowieso noch nicht. Die ersten Wochen sind sozusagen die "Wir gewöhnen uns aneinander Wochen". Ich fand es gut, dass ich quasi den Rest der "summer break" dafür Zeit hatte, mich and die Kinder (und umgekehrt) zu gewöhnen. Erst im September ging der richtige Alltag los, mit Sarah und Katie in die Schule zu fahren und sie wieder abzuholen.

Zu Schulbeginn hatte ich große Probleme mit Sarah, die ihre Schuluniform nicht anziehen wollte und fast jeden morgen einen riesen Aufstand probte... Es dauerte fast 3 Monate, ehe sie sich komplett damit abgefunden hatte, dass nun mal kein Weg an der Uniform vorbei führte und wir nicht mehr den ewigen Kampf führen mussten.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einmal kurz meinen normalen Tagesablauf beschreiben.

- 7 Uhr: Arbeitsbeginn, das hieß ins Wohnzimmer kommen, um zu sehen, ob die Kids schon wach waren.

- Gegen 7.15 Uhr verließen uns meist Mike (mein Gastvater) und Liz, um zur Arbeit zu gehen

- Bis 8:30 musste gefrühstückt, sich angezogen und Zähne geputzt werden, blieb nebenbei noch Zeit über, so liefen im Fernsehen verschiedene Kindersendungen.

- Um 8:30 musste ich Sarah zur Schule fahren

- Montags, Mittwochs und Freitags musste Katie zur Preschool, die erst um 9:30 Uhr anfing (also ca. 30 Minuten Zeit die man irgendwie überbrücken musste)

- In der Zeit, in der Sarah in der Schule war, spielte ich mit Katie (an Dienstagen und Donnerstagen). Mia schlief meist morgens noch mal, so das ich wenn auch Katie weg war, etwas Zeit hatte um Wäsche zu waschen, Briefe zu schreiben, Emails zu checken oder einfach selbst noch mal eine Stunde zu schlafen.

- Um 11:30 Uhr musste Sarah wieder abgeholt werden (Katie erst um 12Uhr)

- Wenn wir von der Schule nach Hause kamen, kochte ich eine Kleinigkeit zum Mittagessen

- Den Rest des Nachmittags verbrachten wir auf die verschiedensten Arten zum Beispiel in der Mall, in der Bücherei, spielend zu Hause, oder draußen, auch mal bei Freunden, im Pool und so weiter.

- Zwischen 16 und 17 Uhr kamen meine Gasteltern wieder von der Arbeit und dann war meine Arbeitszeit auch beendet.

Ich gehörte zu den Au Pairs, die ihre gesamten 45 Stunden, die man arbeiten kann oder muss, bereits unter der Woche gearbeitet haben, so dass ich jedes Wochenende frei hatte. Klar hab ich auch am Wochenende mal babygesittet, aber das habe ich dann immer extra bezahlt bekommen.

Vor Ort gab es auch noch einen Community Counselor, der jeden Monat Treffen veranstaltete. Ich muss sagen, dass ich eine sehr gute Community Counselorin hatte und gerade falls jemand Probleme mit der Gastfamilie hat, ist es ja wichtig, eine gute Betreuerin zu haben.

Weihnachten sind wir dann zu Mikes Eltern nach Arkansas gefahren und haben dort gefeiert, allerdings überraschte uns ein Eissturm und so konnten wir fast die gesamte Zeit, die wir bei den Großeltern verbrachten, nur im Haus verbringen.

Der Winter in Minnesota war lang und hart, denn Temperaturen von –20°C und auch kälter waren an der Tagesordnung, dazu kam noch der Wind der einem alles doppelt so kalt erscheinen ließ. Insgesamt lag über 5 Monate lang Schnee und zwar von Anfang November bis Mitte April.

Nach 9 Monaten machte ich 10 Tage Urlaub, zusammen mit einer Freundin, die ich während des Workshops in New York kennen gelernt hatte und die im Bundesstaat Ohio lebe. Wir unternahmen eine Städtetour von Washington DC, nach Philadelphia und New York. Ich genoss diese 10 Tage ohne die Kinder sehr, denn auch wenn man mit den Kindern super klar kommt, nerven sie doch auch ab und an.

Ja und so verging die Zeit, mal schneller und mal langsamer. Klar gab es zwischendurch auch mal Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meiner Gastfamilie, doch die waren zum Glück immer entweder durch die berühmte Faust in der Tasche oder ein Gespräch zu klären. Und so vergeht ein Jahr. Zum Glück bin ich nie vom großen Heimweh gepackt worden, sondern hatte immer nur zwischendurch mal einen oder auch mal mehrere Tage, an denen es mir nicht so gut ging und ich gerne zu Hause gewesen wäre. Besonders an bestimmten Tagen wie Geburtstagen, Weihnachten und anderen Familienfeiern ging es mir so.

Am Anfang zählt man die Zeit, die vergangen ist und zum Schluss hin zählt man die Zeit, die man noch hat. Ich erinnere mich, dass ich gesagt habe, nun sind es nur noch 7 Wochen und dann höre ich mich schon wieder sagen nur noch 2 Wochen. Zum Schuss rast die Zeit wirklich nur noch so dahin.

Ich bin nicht direkt nach den 12 Monaten nach Hause geflogen, sondern habe mit einer Freundin, die aus Deutschland gekommen ist, noch einen fast 4 wöchigen Urlaub gemacht, der wirklich wunderschön, doch leider auch recht teuer war, so dass ich bis auf drei Dollar und ein paar gequetschte Cent kein Geld mit nach Hause gebracht habe.

Nach dem Urlaub mit meiner Freundin war ich noch für einen Tag wieder bei meiner Gastfamilie, die mich auch zum Flughafen gebracht hat. Und dazu kann ich nur sagen, es war die komischste Fahrt, die ich in meinem Leben gemacht habe, oder mit den Worten meiner Gastmutter "This must be a really strange ride for you". Ich kann es nicht beschreiben, ich habe an so vieles Gedacht, an das ganze letzte Jahr, an zu Hause, daran, dass ich alles so sehr vermissen werde, an den Flug, einfach an alles.

Klar habe ich mich auf zu Hause gefreut, aber irgendwie hatte ich auch Angst, wieder nach Hause zu kommen, Angst davor, wer und was sich wohl alles verändert haben mag, oder ob ich mich so sehr verändert habe. Außerdem ist der Abschied von der Gastfamilie und den Freunden dort so endgültig, denn man weiß, dass es nie wieder so werden wird, wie es gewesen ist, selbst wenn man in Kontakt bleibt und sich eventuell wieder sieht. Als ich mich dann im Flughafen endgültig verabschiedete, habe ich weinen müssen, genau wie beim Start der Flugzeuge (in Minneapolis und New York). Ich weiß nicht, kann man das nachvollziehen? Wahrscheinlich nicht oder? Na ja jedenfalls war ich bei der Ankunft in Deutschland genau so nervös wie bei der Ankunft in Minneapolis.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, doch schon jetzt ist dieser Bericht so lang, dass wohl kaum einer wirklich Lust haben wird, ihn komplett zu lesen. Abschließend möchte ich noch sagen, das ich mit meiner Organisation hier sehr zufrieden war und ich nur jedem, der die Möglichkeit hat, ein Jahr wegzugehen, raten kann, dies auch zu tun.