Bedford: Anne S.

I did it!!! Ich habe meinen Traum, ein Jahr in den USA mit einer amerikanischen Familie zu verbringen, wahr gemacht! Und ich bereue meine Entscheidung, Au Pair zu werden, nicht!

Ich war für ein Jahr das Au Pair der Andersons aus Bedford, New York und durfte auf die beiden zauberhaften Kinder Isabelle (4) und George (1 ½) aufpassen. Auch meine Gasteltern waren sehr nett und haben versucht, es mir bei ihnen so zu Hause wie möglich zu machen.

Trotzdem blieben mir Anfangsschwierigkeiten nicht erspart und mich plagte das Heimweh. Ich hatte sogar Bedenken, dass ich es niemals ein Jahr weg von zu Hause durchhalten würde und das, obwohl ich mir keine besseren Gastkinder hätte wünschen können.

Doch nach spätestens zwei Monaten gewöhnte auch ich mich daran, ohne meine Freunde und Familie zu leben und begann endlich damit, meine Zeit in den USA zu genießen.

Es machte mir von Anfang an riesigen Spaß, mit den Kindern im großen Garten oder im Playroom zu spielen und die Kinder liebten es, wenn ich ihnen deutsche Lieder vorsang und deutsche Spiele mit ihnen spielte. Schon bald sprachen beide ein wenig deutsch.

Besonders gut gefielen mir Halloween und Weihnachten. Wir wurden gewarnt, dass gerade die Weihnachtszeit schwer für uns Au Pairs werden würde, aber meine Gasteltern haben sich so viel Mühe gegeben und so kam kaum Heimweh auf.

Meine Gastfamilie nahm mich auch auf tolle Reisen mit. So kam es, dass ich im Oktober Charleston, South Carolina erkundete, wo meine Gasteltern auf eine Hochzeit in einem edlen Golfclub eingeladen waren und ich babysitten sollte. Während es in New York langsam Herbst wurde und die Bäume sich in den schönsten Farben präsentierten, war es in Charleston noch sehr warm und die Geckos liefen fröhlich durch mein Zimmer…

Im März verließen wir das kalte und immer noch verschneite New York und machten Traumurlaub auf Barbados! Dies war für mich ein besonders unvergessliches Erlebnis und ich bin sehr dankbar, dass meine Gastfamilie mir so etwas ermöglicht hat!

Meine zwei Wochen Urlaub verbrachte ich mit meiner Mutter, mit der ich Boston und Philadelphia besuchte. Auch Washington ist nicht weit entfernt und ich besuchte dort eine Freundin, die ebenfalls Au Pair war. In dem nur eine Stunde mit dem Zug entfernten New York City war ich fast jedes Wochenende und ich verliebte mich geradezu in diese faszinierende Stadt.

Den Independence Day verbrachten wir auf der Farm der Eltern meiner Gastmutter in Upstate New York. Hier fuhr ich mit meiner Gastfamilie in einem der Oldtimer, die dem Vater meiner Gastmutter gehören, bei der 4th of July Parade mit und fühlte mich wie eine richtige Amerikanerin!

Was für ein toller Abschluss zu einem wunderschönen und abenteuerlichen Jahr!

Am Ende passierte dann das, was ich mir anfangs gar nicht vorstellen konnte: Der Abschied fiel mir schwer und es gab viele Tränen… Auch jetzt vermisse ich meine Gastfamilie und meinen „American way of life“ sehr. Aber, ich komme bestimmt wieder…