Erfahrungsberichte aus New York

Franziska in Pelham (New York)

Liebe zukünftige Au Pairs,

Ich weiß ganz genau wie Ihr euch gerade fühlt, denn vor 2 Jahren war ich an eurer Stelle und habe voller Vorfreude und Ungewissheit die Erfahrungsberichte anderer durchgelesen.

Schon ein Jahr vor dem Abitur stand für mich fest, dass ich danach als Au Pair in die USA gehen möchte. Nachdem ich alle Organisationen verglichen habe, entschied ich mich für iSt und habe es keine einzige Sekunde bereut!

Während meiner Bewerbung wäre ich an dem ganzen Papierkram fast verzweifelt und fragte mich ständig: Was ist, wenn sich keine Familie meldet? Doch wie ich heute weiß, ist diese Sorge total unnötig, denn es gibt einfach super viele Familien, die auf der Suche sind. So dauerte es auch bei mir nicht lange, bis sich die erste Familie meldete. Bis ich eine passende Familie fand, vergingen allerdings ein paar Wochen und ich entschied mich schließlich ganz spontan, für eine Familie aus New York! Obwohl wir nur ein Skype-Date hatten, fühlte ich mich sofort richtig wohl.

Nur einen Monat später, (am 31.07.2018) ging es auch schon los zu den Orientation Days nach New York City! Das Hotel ist wirklich wahnsinnig toll gelegen und bot super Möglichkeiten, die Stadt ein bisschen zu erkunden. Während die meisten danach weiter zu ihren Familien flogen, wurde ich mit dem Auto abgeholt, denn meine Familie wohnte direkt an der Grenze zu NYC.

Da die Mutter sehr viel arbeitete, kümmerte ich mich eigentlich um alles, dass die beiden Mädchen (5 & 8 Jahre) betraf. Sie waren wirklich süß und sind mir in den 12 Monaten unglaublich ans Herz gewachsen. Die Eltern vertrauten mir schnell und so hatte ich freie Hand bei der Gestaltung der Nachmittage. Ich fuhr Sie zum Ballett oder Schauspiel, organisierte Playdates mit anderen Kindern, machte Ausflüge zu Spielplätzen oder Parks und kochte. Meine Familie war wirklich super und ich hatte nie einen Streit mit den Eltern. Selbst als ich einmal mit dem Auto angefahren bin, waren sie ganz entspannt. Natürlich braucht man am Anfang Zeit sich einzugewöhnen und vor allem mit dem älteren Mädchen hatte ich zu Beginn oft Probleme, aber das hat sich dann irgendwann gelegt. In solchen Situationen muss man einfach geduldig sein, und Einfühlungsvermögen zeigen. Die Kinder haben meist jedes Jahr eine neue Bezugsperson und testen einen deshalb gerne. Deshalb sollte man nicht gleich zu viel erwarten.

In der Gegend wohnten nur Familien und die meisten hatten auch Au Pairs oder Nannys. Schon alleine in meiner Straße wohnten drei andere Au Pairs und so traf ich mich an meinen freien Vormittagen (während meine Kinder in der Schule waren) meist mit anderen Mädels und Jungs. Einmal in der Woche ging ich auch ins Fitnessstudio zu einem Zumba-Kurs. Auch an den Abenden konnte ich oft mit anderen ins Kino oder Essen gehen.

Da ich mit dem Zug nur 30min nach Grand Central brauchte, konnte ich an meinen Wochenenden die Stadt erkunden. Egal ob man Museen besucht, Musicals und Ballett anschaut, in leckeren Restaurants essen gehen oder sein Geld beim Shoppen rauswirft, die Stadt hat unfassbar viel zu bieten und selbst nach einem Jahr gibt es immer noch Sachen die ich gerne sehen würde.

Meine Freizeit verbrachte ich aber nicht nur in NYC sondern besuchte insgesamt 17 Staaten. Ich machte Wochenendtrips nach Boston, Chicago, Washington DC und Philadelphia, Roadtrips in Texas und Florida und verbrachte meinen Reisemonat an der Westküste und Alaska! Diese Reisen waren der absolute Wahnsinn und ich hatte immer tolle Leute dabei (über Facebook kann man auch immer Travelbuddys finden). Meine Freunde kamen aus der ganzen Welt und so lernte ich nicht nur mehr über die USA, aber auch über Südafrika, Kolumbien, Polen, Japan, usw.

Abschließend muss ich ehrlich sagen, dass man während dem Jahr nicht nur Schönes erlebt, denn es gibt auch Momente und Wochen, in denen man einfach keine Lust mehr hat oder an manchen Dingen verzweifeln könnte. Doch das ist normal und wenn man dann nicht aufgibt, wird man mit wunderschönen Erlebnissen und Erfahrungen belohnt, die man sein Leben lang nicht vergessen wird. Ich habe unfassbar viel gelernt und bin selbständiger und selbstbewusster geworden.

Obwohl ich jetzt schon wieder 6 Monate zuhause bin, habe ich regelmäßigen Kontakt mit der Familie und mit anderen Leuten, die ich dort kennengelernt habe. Nächstes Jahr will ich eine meiner besten Freundinnen in Südafrika besuchen. Außerdem plant meine Familie diesen Sommer nach Deutschland zu kommen.

Wenn du abenteuerlustig, offen und anpassungsfähig bist, dich mit Kindern wohlfühlst, Geduld hast und gerne lachst, bist du meiner Meinung nach genau das richtige Au Pair.

Trau dich und erfülle dir deinen Traum!

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