Brooklyn: Lisa Kurtz

Sich auf ein Erlebnis während meines Aufenthaltes in den USA zu beschränken, ist wirklich nicht sehr einfach, da ich einfach so viele gute und prägende Erinnerungen an mein Au Pair Jahr habe.

Ich habe bei einer Familie in Brooklyn/ New York gewohnt und auf deren 8-jährigen Tochter Victoria aufgepasst. Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden und über das Jahr hinweg eine feste Freundschaft aufgebaut, die ein Leben lang halten wird.

Eine der vielen guten Erinnerungen ist die Zeit um Thanksgiving und Weihnachten. Besonders in dieser Zeit habe ich mich wie ein Mitglied der Familie gefühlt. Thanksgiving haben wir in Newport/ Rhode Island verbracht, mit Verwandten meiner Gastfamilie. Es war mein erstes Thanksgiving und einfach wunderschön. Wir hatten ein großes Familienfest, natürlich mit dem berühmten Truthahn und Cranberry Sauce. Das Fest hat sich über drei Tage hingezogen und alle waren gut gelaunt und in Festtagsstimmung.

Danach sind wir nach Stratton/ Vermont weitergefahren, um ein paar Tage Ski zu fahren. Dort haben wir dann auch wenige Wochen später Weihnachten zusammen mit Freunden verbracht. Es war sehr traditionell. Am Weihnachtsabend haben wir groß gekocht, Weihnachtsgeschichten für die Kinder vorgelesen und Weihnachtsfilme geguckt. Am Morgen des 25.12. war es dann soweit: Bescherung!! Es war richtig gemütlich. Alles haben in ihren Schlafanzügen dagesessen und Geschenke ausgepackt. Wir hatten sogar Schnee!

Meine Gastfamilie hat mich in jede Familienaktivität einbezogen und ich habe mich nie ausgeschlossen gefühlt. Wir sind zusammen zu Musicals, zum Essen gegangen oder haben uns einfach nur unterhalten.

Besonders New York habe ich in dieser Zeit in mein Herz geschlossen. Ich habe dort so viele interessante und nette Menschen kennen gelernt und die meisten dieser Freundschaften sind fürs Leben. Ich hatte die Möglichkeit, zu einer sehr schwierigen und einmaligen Zeit in New York zu sein. Ende Juli 2001 habe ich mein Au Pair Jahr begonnen und war somit auch am 11 September dort. Das Haus meiner Gastfamilie ist am Eastriver und somit nur eine Meile vom World Trade Center entfernt. Ich werde das, was ich an diesem Tag gesehen habe, nie vergessen können. Doch auch in dieser Zeit - und dafür bin ich sehr dankbar - war meine Gastfamilie für mich da und hat mir sehr geholfen.

Ich habe gerade in dieser Zeit wundervolle Erfahrungen gesammelt und Menschen kennen gelernt, die ich sonst nie getroffen hätte.

Zurückblickend bin ich sehr traurig, dass das Jahr schon vorbei ist, da New York zu meiner zweiten Heimat geworden ist und meine Gastfamilie so etwas wie meine zweite Familie wurde. Ich freue mich schon darauf, sie bald wieder zu besuchen.

Weitere Erfahrungsberichte aus New York

  • ·

Utica: Ulrike Drews

Begonnen habe ich mein AuPair Jahr - nach dem fünftägigen Workshop in New York - in einer Familie in Philadelphia mit...