Whitefish Bay: Tamara Erber

Als mein Schuljahr langsam zu Ende ging, musste ich mich entscheiden was ich danach nun machen möchte. Da ich nicht genau wusste, was ich beruflich machen wollte und ich mir im Fernsehen immer „Auf und davon – mein Auslandstagebuch“ angesehen habe, hatte ich eigentlich schon früh beschlossen, dass ich für ein Jahr nach Amerika gehen möchte.

Ich hatte mich dann bei iSt beworben. Warum iSt? Zwei meiner Freundinnen waren schon mit iSt im Ausland und ich hatte nur gutes gehört. Klar hatte ich mich auch bei anderen Agenturen schlau gemacht. iSt hat mir aber am Besten gefallen. Sie hatten das beste Informationsmaterial und die Homepage hat mich am meisten angesprochen.

Als ich dann die Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen hatte, war ich natürlich total aufgeregt. Das erste Mal richtig Englisch sprechen und irgendwie ist es ja auch schon der erste Schritt in Richtung Amerika.

Das Bewerbungsgespräch hab ich dann natürlich gut hinter mich gebracht und wurde dann in das Au Pair Programm aufgenommen und fing an, alle meine Unterlagen und Collagen fertig zu machen.

Im März hatte ich dann den ersten Anruf von einer Familie aus Philly. Da sie wollten, dass ich schon Anfang Juli komme, ich aber noch bis Mitte Juli Schule hatte, wurde es aus mir und dieser Familie nichts. Zwei Wochen später hatte mich dann das ehemalige Au Pair meiner Gastfamilie angerufen. Sie hatte mir alles über sie erzählt und schon mal ein paar Fragen gestellt. Am nächsten Abend hat mich dann die Gastfamilie angerufen. Ich war schon ein wenig aufgeregt, ich dachte mir, dass ich sie bestimmt nicht verstehen werde und kaum ein Wort raus bekomme. Das Gespräch verlief aber super und am Tag später haben sie sich dann auch dafür entschieden mich als Au Pair zu nehmen. Ich war super glücklich und bekam dann auch schon bald meinen Abflug Termin.

Je näher der Abflugtermin kam umso gespannter war ich. Natürlich musste dann auch irgendwann gepackt werden. Die Entscheidung, was mit sollte und was nicht fiel mir sehr schwer, so bin ich dann natürlich mit viel zu viel Gepäck abgereist. Das habe ich im nach hinein natürlich bereut.

Die erste Woche in New York ging ziemlich schnell vorbei. Ich konnte es aber kaum mehr aushalten endlich nach Milwaukee zu fliegen und meine Gastfamilie kennenzulernen!

Als ich dann endlich in Milwaukee gelandet bin, haben mich mein Gastvater und meine 2 Mädels abgeholt. Als wir dann zuhause angekommen sind, haben mich meine Gastmutter und ihre Eltern herzlich empfangen! Eingelebt habe ich mich auch sehr schnell, meine Gastfamilie hat es mir aber auch sehr leicht gemacht. Von Anfang an haben sie mich wie ein Familienmitglied aufgenommen. 

Bei den Au Pair Meetings lernt man dann auch gleich alle Au Pairs in seiner Nähe kennen. Ich fand es super, da die „alten“ Au Pairs einem sehr viel sagen und zeigen konnten wie z.B. die besten Restaurants, Wochenendbeschäftigung, Malls u.s.w.

Es war ein Jahr voller toller Erlebnisse. Im Dezember bin ich mit meiner Gastfamilie nach Italien geflogen, da ein ehemaliges Au Pair geheiratet hat. Ich wurde eigentlich bei allen Familienaktivitäten eingeplant und immer gefragt ob ich mitgehen möchte. Urlaub hatte ich jede Menge und auch sehr viel Freizeit da meine Kinder schon 8 und 16 Jahre alt waren.

Weihnachten war wie soll ich sagen… anders! Meine Gastfamilie feiert jedes Weihnachten unter einem anderen Motto. Das Motto dieses Weihnachten war „Disco Christmas“. Mit Discokugeln, Musik und viel viel guter Laune ging dann ein aufregender Feiertag zu Ende.

Meine Eltern und meine Schwester haben mich dann auch besucht und meine Gasteltern waren tolle Gastgeber und meine Familie hat sich super wohl gefühlt.

Dass sie sich wohl fühlen werden, war mir eigentlich klar. Schon in der ersten Woche habe ich mich eingelebt. Meine Gastfamilie war so herzlich zu mir und hat mich nie als Arbeitskraft gesehen oder behandelt. 

Ausflüge zum Museum oder nach Chicago haben wir öfters unternommen.

Probleme hatte ich nie. Nicht mit den Eltern, weder mit den Kindern. Darüber war ich sehr froh, da man sich ja vor dem Abflug schon immer ausmalt was alles passieren kann.

Nach zahlreichen Reisen wie z.B. nach Washington DC, Chicago, Miami, Los Angeles, Las Vegas, Grand Canyon, Niagarafälle u.n.v.m…. ging ein aufregendes und ereignisreiches Jahr zu Ende.

Dass ich mich entschlossen habe, ein Jahr als Au Pair nach Amerika zu gehen, war wohl die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Das Jahr hat mir sehr viel gebracht. Man wird selbstständiger, offener und verbessert sein Englisch.

Der Abschied von meiner Gastfamilie fiel sehr schwer. Aber es ist auch schön wieder hier in good old Germany zu sein.