Madelaine in London

Nach meinem Abitur im Jahr 2015 habe ich erst ein FSJ in einem Kinderheim absolviert, bevor ich dann im Sommer 2016 mein Au Pair Jahr begonnen habe.

Die Entscheidung nach England zu gehen ist relativ schnell gefallen, und ich bereue keine Sekunde, dass ich für mein Auslandsjahr dorthin gegangen bin.

Ich habe ungefähr mit 8 Familien geskypt bis ich meine „perfekte“ Gastfamilie gefunden hatte. Und es hätte mich nicht besser treffen können; meine Gastfamilie hat im Südwesten von London gelebt und ich habe auf zwei Mädchen (5 und 11 Jahre) und einen Jungen (10 Jahre) aufgepasst. Ich wurde von allen gleich freundlich aufgenommen und habe mich auch super mit den Kindern verstanden. Meine Gastfamilie hat sich sehr darum bemüht, dass es mir an nichts mangelte. So haben sie mir zum Beispiel die Mitgliedschaft im Tennisverein bezahlt und ich durfte sogar ihr Auto in meiner Freizeit benutzen.

Meine Au Pair Aufgaben bestanden hautsächlich darin die Kinder mit dem Auto in die Schule zu fahren, nachmittags abzuholen und Abendessen zu kochen. Sonst habe ich natürlich oft mit den Kindern im Garten/Park gespielt, Sport gemacht oder etwas gebastelt. Zu meinen Tätigkeiten haben auch leichte Hausarbeiten gehört, jedoch hatte meine Gastfamilie eine Haushaltshilfe und so musste ich zum Glück nicht wirklich viel putzen.

In meiner freien Zeit bin ich 2-3 mal pro Woche in die Sprachschule gegangen und habe gegen Ende meines Auslandsjahres ein Sprachexamen abgelegt. Durch die Schule habe ich relativ schnell gute Freunde gefunden, mit denen ich bis heute in Kontakt stehe. An meinen Wochenenden war ich meistens mit meinen Freunden London erkunden, oft gingen wir aber auch weiter weg, wie nach Oxford oder Bath. Und wenn meine Gastfamilie in den Ferien in Urlaub gefahren ist und ich frei hatte, waren auch längere Trips wie nach Schottland, Irland oder Wales möglich.

Die Zeit verging wirklich wie im Flug, was vielleicht aber auch daran lag, dass ich eine unglaublich schöne Zeit hatte und viele tolle Erfahrungen sammeln durfte. Das Schlimmste in diesem ganzen Jahr war der Abschied am Ende von meiner Gastfamilie und meinen neuen Freunden. Aber selbst jetzt, eineinhalb Jahre nach meinem Rückflug nach Deutschland, stehe ich noch mit meiner Gastfamilie in Kontakt und habe sie auch zwischenzeitlich wieder besucht.

Weitere Erfahrungsberichte aus Europa

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Co. Kerry: Viktoria Meyer

Mein Weg als Au Pair war ein etwas anderer als der „Geläufige“. Ich wollte immer mal ins Ausland, so viel stand fest....