Bucks: Kathleen Hobrack

Ich war für ein halbes Jahr Au Pair Plus in England.

Ich werde diese Zeit nie vergessen, es war einfach wunderschön. Die Familie hatte drei Kinder zwischen einem und sieben Jahren. Die meiste Zeit habe ich mit dem Kleinsten verbracht. Es war toll zu sehen, wie er sich entwickelte. Schon wenige Tage konnten einen großen Unterschied machen. Manchmal konnte er plötzlich etwas, was ich ihm beigebracht habe. Ich sah, welch großen Einfluss ich auf das Kind hatte. Ein solches „Highlight“ war, als der Kleine ohne Hilfe Treppen hinaufsteigen konnte. Das hatte ich vorher wochenlang mit ihm geübt. Solche kleinen Ereignisse gab es viele.

Die anderen beiden Kinder waren bis spät nachmittags in der Schule. Wenn sie heimkamen, gab es richtig viel zu tun. Ich habe für sie gekocht, mit ihnen Hausaufgaben gemacht, sie gebadet und mit ihnen gespielt. Bei drei sehr lebhaften Kindern war das eine große Herausforderung. Aber meistens war es so lustig mit den dreien, dass ich die Anstrengung kaum gemerkt habe.

Mit meinen Gasteltern habe ich mich super verstanden. Sie haben mich auch immer in meinen Entscheidungen bezüglich der Kinder unterstützt. Wenn ich zum Beispiel den Kindern etwas erlaubt oder verboten habe, wurde das von den Eltern akzeptiert. Somit wurde vor den Kindern immer konsequent gehandelt. Wenn sie in bestimmten Situationen anders reagiert hätten, haben wir darüber am Abend gesprochen. Jedoch waren sie fast ausschließlich mit meiner Erziehungs- und Umgehensweise mit den Kindern zufrieden.

Den Eltern war es auch sehr wichtig, dass es mir gut ging. So haben sie mir schon am ersten Tag Telefonnummern anderer AuPairs gegeben. Am Wochenende hatte ich fast immer frei und konnte etwas mit meinen dortigen Freundinnen unternehmen. Sie haben sich auch darum bemüht, einen Platz in einem Sprachkurs für mich zu finden. Außerdem bin ich mit der Familie mehrmals im Urlaub gewesen. Da habe ich das Familienleben noch einmal auf eine andere Art und Weise kennen gelernt, denn da hatten die Eltern ganz viel Zeit für ihre Kinder und die Tage liefen sehr entspannt ab.

Die Zeit hat mir viel gebracht. Nicht nur konnte ich meine Englischkenntnisse verbessern, sondern konnte auch viele Erfahrungen mit Kindern machen und vor allem sehen, wie es ist, mit bis dahin fremden Menschen zusammenzuleben und andere Lebensweisen zu akzeptieren. Ich habe es nie bereut, den Schritt gewagt zu haben und kann es anderen nur empfehlen, es einfach auszuprobieren.

Kathleen Hobrack